Nordkorea-Thriller mit Steve Carell auf Eis gelegt

18. Dezember 2014, 14:36
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Junge Schauspielerin für "Pirates of the Caribbean 5" gesucht - Vorgeschichte zu "King Kong" mit J.K. Simmons und Tom Hiddlestone

Hollywood - Die Cyberattacke gegen Sony Pictures und die Terrordrohungen gegen Kinos wegen der Filmsatire "The Interview" wirken sich nun auch auf andere Hollywood-Projekte aus. Wie die Filmwebsite "Deadline.com" berichtet, steigt die zum Filmstudio 20th Century Fox zugehörige Produktionsfirma New Regency aus Gore Verbinskis ("Fluch der Karibik") in Nordkorea angesiedeltem Thriller "Pyongyang" aus.

Bereits im März hätten die Dreharbeiten mit Hauptdarsteller Steve Carell ("Foxcatcher") beginnen sollen; für das Drehbuch sollte Steve Conrad ("Das erstaunliche Leben des Walter Mitty") verantwortlich zeichnen. Nun hat New Regency die Produktion gestoppt, nachdem Fox angekündigt hatte, den Film gegebenenfalls nicht veröffentlichen zu wollen.

In der Aufregung rund um die Komödie "The Interview", in der zwei US-Journalisten (Seth Rogen und James Franco) beauftragt werden, Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un zu töten, hatte Sony Pictures zuletzt den Kinostart gestoppt. US-Behörden vermuten hinter der beispiellosen Cyberattacke Nordkorea.

"Pirates of the Caribbean 5"

Für "Pirates Of The Caribbean 5" muss noch die letzte große Rolle besetzt werden. "Variety" zufolge ist das Disney-Studio auf der Suche nach einer jungen Darstellerin, die an der Seite von Brenton Thwaites spielen soll. Unter anderem seien Lucy Boynton ("Miss Potter"), Gabriella Wilde ("Endless Love") und Kaya Scodelario ("Maze Runner - Die Auserwählten im Labyrinth") unter den Kandidatinnen.

In der nächsten Piraten-Saga mit Johnny Depp wird Javier Bardem zum Gegenspieler von Kapitän Jack Sparrow. Die Dreharbeiten sollen im Frühjahr unter der Regie des norwegischen Duos Joachim Ronning und Espen Sandberg ("Kon-Tiki") anlaufen. Der Filmstart ist für 2017 geplant.

Vorgeschichte zu "King Kong"

Nach dem Briten Tom Hiddlestone (33, "The Avengers") stößt nun auch der amerikanische Schauspieler J.K. Simmons (59, "Wie schreibt man Liebe?") zu der Besetzung für die geplante King-Kong-Verfilmung "Kong: Skull Island". Dem "Hollywood Reporter" zufolge soll der Monster-Film im März 2017 in die Kinos kommen.

Jordan Vogt-Roberts führt Regie. Es ist die Vorgeschichte zu "King Kong". "Skull Island" soll erklären, wie der Riesengorilla auf die mysteriöse Insel kam. Simmons macht zurzeit mit seiner Rolle als unbarmherziger Musiklehrer in dem Indie-Film "Whiplash" Furore.

Nicola Peltz ersetzt Lily Collins

In Michael Bays "Transformers: Ära des Untergangs" spielte Nicola Peltz die Leinwandtochter von Mark Wahlberg. Nun soll die 19 Jahre alte Schauspielerin in einem noch namenlosen Film über die Low-Rider-Szene in Los Angeles mitspielen. Wie das Kinoportal "Deadline.com" berichtet, soll Peltz für die zunächst vorgesehene Lily Collins ("Love, Rosie") einspringen.

Demian Bichir und Eva Longoria sind ebenfalls für Rollen im Gespräch. Der gebürtige Peruaner Ricardo de Montreuil führt Regie. Über den Drehstart wurde zunächst nichts bekannt.

"Americanah"-Verfilmung

Oscar-Preisträgerin Lupita Nyong'o (31, "12 Years A Slave") könnte mit dem britischen Schauspieler David Oyelowo (38, "Der Butler") Verstärkung für den Film "Americanah" erhalten. Wie das US-Branchenblatt "Variety" berichtet, soll Oyelowo die zweite Hauptrolle in dem Indie-Drama übernehmen.

Oyelowo wird derzeit für seine Rolle als Martin Luther King in dem neuen Film "Selma" als möglicher Oscar-Anwärter gehandelt. "Americanah" nach der Vorlage von Chimamanda Ngozi Adichies Liebesroman thematisiert Migration und Rassismus. Brad Pitt ist mit seiner Firma Plan B als Produzent an Bord. Einen Regisseur und einen Drehtermin gibt es noch nicht.

"Der Soldat James Ryan" und "The Big Lebowski" in US-Filmregister

Die Hollywood-Klassiker "Der Soldat James Ryan" (1998), "The Big Lebowski" (1998) und "Rosemaries Baby" (1968) sind indessen in das offizielle Filmregister der USA aufgenommen worden. "Indem wir diese Filme schützen, schützen wir ein entscheidendes Element der amerikanischen Kreativität, Kultur und Geschichte", sagte James Billington, Chef der US-Nationalbibliothek.

Auch "Ferris macht blau" (1986), "Charlie und die Schokoladenfabrik" (1971) und der Western "Rio Bravo" (1959) gehören zu den 25 aufgenommenen Filmen. Insgesamt sind schon mehr als 650 Filme in dem 1989 gegründeten Register, die nun besonders geschützt werden sollen. (APA, 18.12.2014)

  • Hätte in einem Nordkorea-Thriller mitspielen sollen: Steve Carell.
    foto: ap/alex berliner

    Hätte in einem Nordkorea-Thriller mitspielen sollen: Steve Carell.

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