Gehaltsverhandlungen: Land Salzburg und Ärzte nähern sich an

17. Dezember 2014, 10:12
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Beide Seiten verständigten sich auf weitere Vorgangsweise

Salzburg - In die scheinbar festgefahrene Auseinandersetzung um ein neues Gehaltsschema für Salzburgs Spitalsärzte ist wieder Bewegung gekommen. Am Dienstagabend haben sich Vertreter des Landes und der Ärzteschaft angenähert und auf die weitere Vorgangsweise verständigt. Beide Seiten zeigten sich nach dem Treffen zuversichtlich, noch vor dem Jahreswechsel zu einer Lösung zu finden.

"Wir sind einen deutlichen Schritt weiter", sagte Gesundheits- und Finanzreferent Christian Stöckl (ÖVP) am Mittwoch. Ein entscheidender Schritt dürfte die Tatsache gewesen sein, dass nun über das Einkommen der bereits im Dienst stehenden Ärzte getrennt vom künftigen Gehaltsschema verhandelt wird. "Bisher hat der Dienstgeber ja nur über neu eintretende Ärzte oder Übertrittswillige gesprochen, jetzt hat er aber ganz klar gesagt, dass er auch für den Bestand etwas tun will", sagte Ärztekammer-Präsident Karl Forstner.

Grundgehalt wird erhöht

Vereinbart wurde gestern, dass für die bestehenden Ärzte das Grundgehalt erhöht wird. Erst danach wird man auch über die Gehälter im neuen System reden. Dazu wird das Land bis Freitag zum Vergleich die Gehaltsmodelle mehrerer Dienstgeber, darunter auch das Unfallkrankenhaus Salzburg, analysieren und auf die Größe der Salzburger Landeskliniken umrechnen. "Das wird dann die Summe sein, über die wir zu verhandeln haben", sagte Forstner. "Sollte am Ende ein Ergebnis herauskommen, das wir für umsetzbar halten, werden wir es der Ärzteschaft zur Beschlussfassung vorlegen."

Freiwillig länger arbeiten

Sowohl das Land als auch die Ärzte wollen die Gespräche rasch zu Ende führen, möglichst noch heuer. Stöckl hofft, dass dann mit den Ärzten Individualvereinbarungen getroffen werden, mit denen sie sich freiwillig zu längeren Dienstzeiten bis zu den maximal erlaubten 60 Wochenstunden verpflichten. Dadurch könnte der Betrieb im Spital annähernd wie bisher organisiert werden. "Für die Patienten gäbe es dann keine Auswirkungen." (APA, 17.12.2014)

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