Nach Hack: Sony-Manager setzen auf Fax

16. Dezember 2014, 15:02
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Aus Angst vor den Hackern greifen Sony-Mitarbeiter an einigen Standorten auf "altbackene" Kommunikationsmittel zurück

Sony Pictures bleibt offline: Nach dem massiven Hack interner Computer-Netzwerke verzichten die Verantwortlichen des Filmkonzerns weiterhin auf Kommunikation via E-Mail. Dafür geraten notgedrungen Faxgeräte und handgeschriebene Briefe wieder in Mode, wie TheWrap berichtet. Zusätzlich sind immerhin die Telefonsysteme wieder einsatzbereit. Der Verzicht auf E-Mails ist dabei durchaus "freiwillig": Sony-Mitarbeiter haben Angst, dass die Hacker erneut zuschlagen – oder sich sogar noch immer Rückstände der Malware in den Sony-Netzen befinden.

Stift und Papier

An einigen Standorten, etwa bei Sony Pictures London, sind viele Mitarbeiter noch immer vom Internet abgekoppelt. Laut Medienberichten sollen Angestellte mit Papier und Stift arbeiten, die Führungsspitze warnt davor, sich ins interne WLAN einzuloggen. Laut Insidern ist die "ganze Firma intern im Krieg". Gegenseitige Schuldzuweisungen verhinderten die Aufarbeitung und Wiederherstellung der Systeme.

Neues WLAN

Jetzt sollen neue WLAN-Hotspots installiert werden, berichtet Business Insider. Im Hauptquartier in Los Angeles sind die Arbeiten dabei schon weiter fortgeschritten. Sony war vor fast einem Monat Opfer einer großflächigen Cyberattacke geworden. Zahlreiche Firmeninterna – darunter auch E-Mails – waren an die Öffentlichkeit geraten. (fsc, derStandard.at, 16.12.2014)

  • Sony muss wieder auf Faxgeräte zurückgreifen
    foto: reuters/ruvic

    Sony muss wieder auf Faxgeräte zurückgreifen

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