Lienen wird neuer Trainer des FC St. Pauli

16. Dezember 2014, 13:18
15 Postings

Ex-Coach Meggle gibt beim Tabellenletzten den Sportdirektor, Azzouzi gefeuert

Hamburg - Nach dem Absturz auf den letzten Tabellenplatz der zweiten deutschen Bundesliga hat der FC St. Pauli Ewald Lienen als Retter verpflichtet. Der 61 Jahre alte Altmeister soll den drohenden Abstieg der Hamburger verhindern und sitzt schon am Mittwoch im Spiel bei Leader FC Ingolstadt (17.30 Uhr/Sky) auf der Bank.

"Wir wollen etwas unterbrechen und etwas Neues starten. Wir werden jetzt viele Gespräche mit den Spielern führen", sagte der neue Trainer, der Thomas Meggle ablöst. Dieser ersetzt wiederum den erfolglosen Rachid Azzouzi (seit 2012 im Amt) als Sportchef.

"Wir wollten auf der Trainerbank einen neuen Impuls setzen", sagte Präsident Oke Göttlich, der ebenfalls erst seit einem Monat im Amt ist und Meggle sowie Azzouzi zuletzt noch das Vertrauen ausgesprochen hatte. Die Angst vor dem sportlich wie finanziell bitteren Gang in die Drittklassigkeit ließ Göttlich nach acht Spielen ohne Sieg handeln.

Lienen, der bis zum Ende der vergangenen Saison bei Otelul Galati in Rumänien tätig war und in Deutschland zuletzt bei Arminia Bielefeld (2010/2011) gearbeitet hatte, erhält einen Vertrag bis Sommer 2016. Gleich nach seiner Vorstellung stürzte sich der als "Zettel-Ewald" bekannte Arbeiter in seine Aufgabe.

"St. Pauli ist eine der interessantesten Marken im deutschen Fußball und daher eine äußerst reizvolle Aufgabe für mich", sagte Lienen, der am frühen Nachmittag erstmals mit seinem neuen Team trainierte und anschließend mit in den Flieger nach Ingolstadt stieg: "Da werden wir die kurze Vorbereitung auf das Spiel fortsetzen."

Lienen machte aber auch gleich deutlich, dass er sich neue Spieler wünscht, um den Klassenerhalt realisieren zu können: "Ich werde mit Thomas in der Winterpause viele Gespräche über eventuelle Neuverpflichtungen führen." Vor allem die Defensive wird diesbezüglich im Fokus stehen. 36 Gegentore hat St. Pauli schon kassiert, so viele wie kein anderes Team der Liga.

Meggle wollte seine Versetzung nach nur 104 Tagen nicht als Degradierung verstanden wissen. "Es ist eine spannende Aufgabe neue Strukturen zu schaffen, als Sportdirektor neue Impulse zu setzen und Dinge zu bewegen", sagte er. (sid/red - 16.12.2014)

Share if you care.