Ex-Staatssekretär Waldner soll Botschafter in Washington werden

15. Dezember 2014, 20:54
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Sprecher des Außenministeriums bestätigt Personalentscheidungen nicht - Personalkommission tagt Anfang 2015

Wien - Anfang Jänner werden einige Botschafterposten neu besetzt. Ex-Staatssekretär Wolfgang Waldner (ÖVP), derzeit Botschafter in Ungarn, ist laut "Kurier" (Dienstagsausgabe) der Topfavorit für den Posten in den USA. Im Jänner soll Ralph Scheide, derzeit Botschafter in Deutschland, nach Budapest wechseln. Nikolaus Marschik, Kabinettschef von Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) folge ihm in Berlin nach.

Marschiks Ernennung sei bereits im April 2013 beschlossen worden. Waldner sei ursprünglich als Leiter der Kultursektion im Außenamt vorgesehen gewesen, doch sei der Botschafterposten in den Vereinigten Staaten einflussreicher und politisch wichtiger, so die Tageszeitung. Der ehemalige persönliche Sekretär von Ex-Außenminister Alois Mock (ÖVP) kehre somit an den Ort zurück, wo er 1983 seine diplomatische Laufbahn als Kulturattache begann. Von 1988 bis 1999 leitete er das Österreichische Kulturforum in New York City.

Kommission tagt im Jänner

Gerald Fleischmann, der Sprecher des Außenministers, sagte am Montagabend, dass er "diese Personalentscheidungen nicht bestätigen kann, weil die zuständige Personalkommission erst Anfang Jänner tagen wird."

Österreich dürfte auch die Botschaft in Tel Aviv neu besetzen. Die besten Chancen dafür habe Außenamtssprecher Martin Weiss, er soll laut "Kurier" im Laufe des nächsten Jahres Franz Josef Kuglitsch ablösen. Am 19. Jänner gebe es die Ablöse von Botschafterin Margot Klestil-Löffler in Moskau. Emil Brix, derzeit Botschafter in London, werde ihr folgen.

Martin Eichtinger, der Leiter der Kulturpolitischen Sektion im Außenamt, soll ihm als Botschafter im Vereinigten Königreich folgen. Dem Vernehmen nach soll eine Diplomatin die Kulturabteilung übernehmen, der Außenminister wolle Frauen fördern, schreibt der "Kurier". So übernehme Melitta Schubert, die bisherige Botschafterin in Athen, die Personal-Sektion. Noch sei unklar, was Klestil-Löffler künftig machen werde, die Rede sei von einem Thinktank, der sich mit den Beziehungen zu Russland beschäftige. (APA, 15.12.2014)

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