Spielentwickler: Konsolen-Portierung macht große PC-Games erst möglich

15. Dezember 2014, 16:14
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"Killing Floor 2"-Hersteller sieht Multiplattform-Projekte als Chance

Mit der Ankündigung des Horror-Shooters "Killing Floor 2" für PlayStation 4 sah sich Entwickler Tripwire Interactive mit reichlich Unmut seitens der Community konfrontiert. Fans des Projekts beklagten, dass der ursprünglich nur für PC gedachte Titel damit vereinfacht ("dumbed down") und auf Konsolenspieler fokussiert werden könnte.

Im Forum des Herstellers erklärte Studio-President John Gibson nun, dass diese Sorgen nicht angebracht seien. Im Gegenteil, von der parallelen Veröffentlichung auf PS4 würden auch PC-Spieler profitieren.

Kostenrechnung

Mit den steigenden Kosten für die Videospielentwicklung müsse ein immer größeres Publikum angesprochen werden. Das Spiel auf Konsole zu portieren koste etwa 10 Prozent mehr arbeit, aber öffne das Werk einem Millionenpublikum. Die Aussicht auf bessere Verkäufe steigere wiederum das Budget für zusätzliche Inhalte. "Sagen wir, wir könnten zwei Millionen für ein PC-exklusives Spiel ausgeben. Aber wenn wir es für PC und Konsole herausbringen, könnten wir vier Millionen investieren", so Gibson.

Jeder profitiert

"Letztendlich erhalten PC-Spieler fast zweimal mehr Features und Inhalte, als sich der Entwickler hätte leisten können, würde das Spiel nur für eine Plattform erscheinen", sagt der Hersteller. Dieser Rechnung hätten PC-Spieler dutzende vergangene Blockbuster zu verdanken, die ohne Konsolenversion vielleicht auch gar nicht für PC erschienen wären. "Großartige Multiplattformspiele wie 'Far Cry 3', 'Dishonored' usw. wären in dieser Größe nicht realisierbar gewesen, wären sie nur auf einer Plattform erschienen." (zw, derStandard.at, 15.12.2014)

playstation

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    foto: killing floor 2
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