Softwarefehler: Hunderte Waren auf Amazon für einen Penny verkauft 

15. Dezember 2014, 12:21
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Automatische Preisanpassung funktionierte mangelhaft – Händler beklagen fünfstellige Verluste

Eine erhebliche Software-Panne sorgt für Ärger und Sorgen bei britischen Händlern, die als Drittanbieter auf Amazon tätig waren: Die Preisanpassungs-Software Repricer Express hatte automatisch die Preise zahlreicher Waren auf einen britischen Penny (also zwischen ein und zwei Eurocent) gesenkt. Zahlreiche Kunden bemerkten dies und schlugen zu; die Händler dürfen die Bestellungen aber nicht stornieren. So entsteht ihnen ein Verlust von mehreren zehntausend Pfund.

Sicherheitsvorkehrungen deaktiviert

Die Software berechnet automatisch durch Konkurrenzbeobachtung, welcher Preis für Kunden momentan besonders attraktiv ist. Zahlreiche Faktoren verhindern aber, dass dieser Wert so tief absinkt, dass Händlern kein Verlust entsteht. Am Wochenende dürfte diese Sicherheitsvorkehrung aber ausgefallen sein, sodass Repricer Express-Kunden sich gegenseitig billiger machten.

Keine Entschädigung

Laut Sky News dürfen die Händler momentan auf keine Entschädigung durch "Repricer Express" hoffen. Auch Amazon wird nicht in die Bresche springen: Der Onlinehändler versteht sich als bloßer Zwischenhändler, der sich nur bis zu einem gewissen Grad um Drittanbieter kümmert. Allerdings sei es Amazon gelungen, "einen Großteil der Bestellungen rechtzeitig zu stornieren", so ein Firmensprecher. Die restlichen Kunden dürfen sich über ein richtiges Schnäppchen freuen (fsc, derStandard.at, 15.12.2014)

  • Ein paar Kunden hatten Glück - und konnten Waren um nur wenige Cent erstehen
    foto: ap/sakuma

    Ein paar Kunden hatten Glück - und konnten Waren um nur wenige Cent erstehen

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