Traumatisierte Kinder: Schweizer App zur Früherkennung

15. Dezember 2014, 12:30
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Ob bestimmte Reaktionen nach einem einschneidenden Erlebnis behandlungsbedürftig sind, können Eltern nun mittels digitalem Fragebogen abklären

Kinder können nach Unfällen, Gewalterfahrungen oder Naturkatastrophen psychische Störungen entwickeln. Forschende der Universität Zürich und des Kinderspitals Zürich haben nun einen Test entwickelt, den Eltern via Smartphone-App oder Website selbst durchführen können.

Reaktionen abklären

Nach traumatischen Erlebnissen leiden viele Kinder an Alpträumen, sprechen immer wieder vom Ereignis, werden ängstlich, unkonzentriert oder ziehen sich zurück. Ob solche Reaktionen behandlungsbedürftig sind, können die Eltern nun auf der Webseite "KidTrauma" mittels standardisierten Fragebögen abklären. Es gibt je einen eigenen für Zwei- bis Sechsjährige sowie für Kinder ab sechs Jahren.

Die Eltern können den Fragebogen online ausfüllen. Sie erhalten eine wissenschaftliche Auswertung, erfahren, ob sie fachlichen Rat in Anspruch nehmen sollten und wo sie dies tun können. Sie bekommen zudem Tipps, wie sie ihrem Kind helfen können.

Die Informationen auf der Website und App ersetzten keine fachliche Beratung oder Behandlung, betonte Projektleiter Markus Landolt. Dank der App sollen traumatisierte Kinder, die unter psychischen Problemen leiden, noch früher erkannt und psychotherapeutisch behandelt werden. Die App und Webseite sind kostenlos. (APA, derStandard.at, 15.12.2014)

Die App KidTrauma ist in deutscher und englischer Sprache für iOS- und Android-Smartphones ab sofort kostenlos in den entsprechenden App-Shops erhältlich.

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