Infos aus Hack: Sony droht Medien mit Klagen

15. Dezember 2014, 10:37
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Die Angreifer sprechen wiederum von einem baldigen "Weihnachtsgeschenk" für Sony – wollen noch mehr veröffentlichen

Der Filmkonzern Sony Pictures kommt nicht zur Ruhe – jetzt will er sich juristisch eine Schnaufpause verschaffen: Große US-Medienhäuser wie die New York Times oder der Hollywood-Reporter haben Briefe eines Sony-Anwalts erhalten, in denen sie aufgefordert werden, die Berichterstattung zu Informationen aus dem Sony-Hack zu stoppen. Außerdem sollen Journalisten alle Daten löschen, die sie aus illegitimen Quellen bezogen haben.

Sony droht mit Anzeigenflut

Befolgen die Nachrichtenseiten dies nicht, bliebe Sony laut re:code "keine Wahl, außer (die Redaktionen, Anm.) für jeglichen entstandenen Schaden verantwortlich zu machen." Bislang haben die Medienhäuser keine Stellungnahme dazu abgegeben, offenbar dürften sie Sonys Warnung aber ignorieren. Denn auch zu Wochenbeginn sind neue Sony-Interna an die Öffentlichkeit gelangt.

Großflächig infiltriert

So berichtet Ars Technica über technische Aspekte des Hacks: Die Angreifer müssen es geschafft haben, "sehr lange Zeit sehr tief in Sonys Netzwerken unterwegs zu sein". Eine von den Hackern veröffentlichte Liste belegt, wie genau die Eindringlinge über Sonys Systeme Bescheid gewusst haben. Mehr als 2.000 Server und über 10.000 Rechner wurden identifiziert und womöglich infiziert.

Weihnachtspakete

Bislang haben die Hacker acht unterschiedliche "Pakete" zusammengestellt, in denen Sony-Infos veröffentlicht worden waren. Nun drohen die Angreifer, ein "spezielles Weihnachtsgeschenk" für Sony zusammenzustellen, das dem Filmkonzern "viel Freude bereiten wird".

Umstrittener Film startet bald

Die Hacker fordern Internetnutzer weltweit auf, ihnen "Weihnachtswünsche" für den Hack zukommen zu lassen. Die Angreifer forderten mehrmals, dass die Nordkorea-Persiflage "The Interview" eingestampft werden soll, am ersten Weihnachtstag feiert die Komödie in US-Kinos ihre Premiere – vor der Rache der Hacker muss Sony also wohl tatsächlich zittern. (fsc, derStandard.at, 15.12.2014)

  • Sony-Präsident und CEO Kazuo Hirai dürften die Vorfälle bei der US-amerikanischen Filmtochter große Sorgen bereiten
    foto: apa

    Sony-Präsident und CEO Kazuo Hirai dürften die Vorfälle bei der US-amerikanischen Filmtochter große Sorgen bereiten

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