Analystenstimmen vom 15.12

15. Dezember 2014, 12:44
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Erste Group zu OMV, Deutsche Bank zu EVN, Credit Suisse zu Voestalpine, Baader Bank zu Lenzing

Erste Group senkt OMV-Kursziel

Die Wertpapierexperten der Erste Group haben ihr Kursziel für die Aktien der OMV von 32,70 Euro auf 24,90 Euro gekappt. Die Empfehlung blieb indessen bei "Accumulate".

Der jüngste Verfall der Rohölpreise sei bereits im OMV-Kurs sichtbar, schreiben die Analysten. Hinzu kommen die Personalrochaden im OMV-Management, welche in den vergangenen Monaten deutlich auf der Aktie gelastet haben. Insgesamt haben die Anteilsscheine des Öl- und Gaskonzerns im heurigen Jahr nahezu 40 Prozent ihres Werts eingebüßt, so die Experten.

Beim Gewinn je Aktie erwarten die Erste Group-Analysten 2,59 Euro für 2014, sowie 2,12 bzw. 2,73 Euro für die beiden Folgejahre. Ihre Dividendenschätzung je Titel beläuft sich auf jeweils 1,25 Euro für 2014 und 2015, sowie 1,50 Euro für 2016.


Deutsche Bank senkt EVN-Kursziel

Die Wertpapierexperten der Deutschen Bank haben ihr Kursziel für die Aktien der EVN von 11 auf 10 Euro reduziert. Das Anlagevotum blieb unverändert bei "Hold".

Die Analysten verweisen auf die vergangene Woche vorgelegten Jahreszahlen für 2013/14 des Versorgers. Die EVN hat einige buchhalterische Änderungen vorgenommen und aufgrund von Abschreibungen stand unterm Strich ein Konzernverlust von 299 Mio. Euro. Die Experten der Deutschen Bank haben ihr Modell und ihre Schätzungen dementsprechend angepasst und kommen damit auf ein neues Kursziel von 10 Euro.

Beim Gewinn je Aktie erwarten die Deutsche Bank-Analysten 0,76 Euro für 2014/15, sowie 0,73 bzw. 0,81 Euro für die beiden Folgejahre. Ihre Dividendenschätzung je Titel beläuft sich auf jeweils 0,42 Euro für 2014/15, sowie die darauffolgenden Jahre 2015/16 bzw. 2016/17.


Credit Suisse senkt Voestalpine-Votum

Die Wertpapierexperten der Credit Suisse haben ihre Empfehlung für die Aktien des Stahlkonzerns voestalpine von "Outperform" auf "Neutral" gesenkt. Ebenso wurde das Kursziel von 38,0 Euro auf 35,0 Euro gekappt.

Die Analysten haben ihre Schätzungen für das Jahr 2016 sowie ihr Anlagevotum nach unten revidiert, als Zeichen, dass nun Gewinne mitgenommen werden sollten, bevor die voestalpine-Aktie aufgrund des schwachen Ölpreises von Nachfragerisiken belastet wird. Etwa 15 Prozent des Umsatzes der OMV stamme aus Aufträgen aus der Energiebranche. Eine Reduktion der Investitionsausgaben in dem Sektor um 20 Prozent würde das Ergebnis je Aktie der voestalpine um etwa neun Prozent belasten, rechnen die Experten vor.

Beim Gewinn je Aktie erwarten die Credit Suisse-Analysten 2,86 Euro für 2014/15, sowie 2,88 bzw. 3,25 Euro für die beiden Folgejahre. Ihre Dividendenschätzung je Titel beläuft sich auf 1,08 Euro für 2014/15, sowie 1,11 bzw. 1,15 Euro für 2015/16 bzw. 2016/17.


Baader Bank kürzt Lenzing-Votum

Die Wertpapierexperten der Baader Bank haben ihr Votum für die Aktien des Faserherstellers Lenzing von "Hold" auf "Sell" gekürzt. Das Kurziel wurde indessen von leicht 48,0 Euro auf 49,0 Euro erhöht.

Lenzing hat den Markt mit besser als erwartet ausgefallenen Drittquartalszahlen überrascht, schreiben die Analysten der Baader Bank. Das Ergebnis sei vor allem von den raschen Fortschritten beim Sparprogramm getragen worden. Da diese Fortschritte nun am Markt hinreichend bekannt seien, dürften sich die Investoren jetzt vor allem auf die operative Performance des Unternehmens fokussieren.

Aufgrund der harten Marktbedingungen glauben die Experten aber nicht, dass Lenzing im vierten Quartal und in den darauffolgenden Perioden noch positiv überraschen kann. Sie sprechen daher nun eine Verkaufsempfehlung für die Lenzing-Aktien aus.

Beim Gewinn je Aktie erwarten die Baader Bank-Analysten 1,78 Euro für 2014, sowie 2,73 bzw. 3,59 Euro für die beiden Folgejahre. Ihre Dividendenschätzung je Titel beläuft sich auf 1,00 Euro für 2014, sowie 1,50 bzw. 1,75 Euro für 2015 bzw. 2016. (APA, 15.12.2014)

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