Der lange Weg zum Klimavertrag

14. Dezember 2014, 17:10
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20 Klimakonferenzen und kein Ende - Minimalbeschlüsse statt großer Würfe

Wien - Seit vielen Jahren ringen die wichtigsten Nationen um eine Einigung, wie der Klimawandel gestoppt oder zumindest verlangsamt werden kann. Ihre Treffen gleichen einer Reise um den Globus. Die wichtigsten Stationen:

  • 1992 - Rio de Janeiro: Die Klimarahmenkonvention entsteht. Dieser erste internationale Vertrag bezeichnet den Klimawandel als ernstzunehmendes Problem. Die Staatengemeinschaft verpflichtet sich darin zum Handeln.
  • 1995 - Berlin: Ergebnis der ersten Klimakonferenz ist das "Berliner Mandat". Dieses ist die Grundlage für Verhandlungen über ein Protokoll zur Verringerung von Treibhausgasemissionen.
  • 1997 - Kioto: Die dritte Klimakonferenz beschließt das berühmte Kioto-Protokoll. Damit werden rechtlich verbindliche Ziele für Emissionshöchstmengen für Industrieländer festgelegt. Die genaue Ausgestaltung des Protokolls bleibt lange ein großes Thema.
  • 2000 - Den Haag: Die Detailverhandlungen zum Kioto-Protokoll scheitern. Die Einigung gibt es erst 2001 in Bonn, bei der Fortsetzung der sechsten Klimakonferenz.
  • 2001 - Marrakesch: Die Basis für die internationale Ratifizierung des Kioto-Protokolls wird gelegt.
  • 2003 - Mailand: Die neunte Klimakonferenz verabschiedet neue Leitlinien für die Berichterstattung über Emissionen.
  • 2004 - Buenos Aires: In Argentinien werden Maßnahmen zur Minimierung der vom Menschen verursachten Treibhausgasemissionen beschlossen. Die Folgen des Klimawandels sind Thema.
  • 2005 - Montreal: Das Kioto-Protokoll wird über 2012 hinaus fortgeschrieben. Neue Grenzwerte für die Treibhausgasemission werden festgelegt. Die USA akzeptieren zwar das Ergebnis der Klimakonferenz, ratifizieren das Kioto-Protokoll aber weiterhin nicht.
  • 2007 - Bali: Bei diesem Treffen wird festgelegt, dass 2009 in Kopenhagen ein Folgeabkommen für das Kioto-Protokoll beschlossen werden soll. Deutschland fordert eine CO2-Einsparung in den Industriestaaten um 30 Prozent.
  • 2009 - Kopenhagen: Das Folgeabkommen für das Kioto-Protokoll wird mangels Einigkeit nicht verabschiedet. Der Minimalkonsens: Die Erderwärmung soll auf maximal zwei Grad Celsius begrenzt werden. 2010 gelingt es in Cancún nicht, ein rechtlich verbindliches Nachfolgeabkommen für das Kioto-Protokoll zu beschließen.
  • 2012 - Katar: Das Kioto-Protokoll zur Reduktion der Treibhausgase soll bis 2020 verlängert werden.
  • 2015 - Paris: Nach der aktuellen Konferenz in Lima findet die 21. Klimakonferenz in Paris statt. (red, DER STANDARD, 15.12.2014)
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