Ölpreis: Panikverkäufe an Dubai-Börse

14. Dezember 2014, 13:17
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Größter Index-Rückgang seit sechs Jahren - Opec-Generalsekretär hält die Talfahrt für übertrieben

Dubai - Der Rückgang des Ölpreises hat am Sonntag zu Panikverkäufen an der Börse in Dubai und anderen Handelsplätzen der Region geführt. Der Dubaier Index fiel um 7,6 Prozent - der größte Rückgang seit sechs Jahren - und gab damit seine Gewinne im Gesamtjahr ab. In Abu Dhabi betrug das Minus 3,6 Prozent und in Katar 5,9 Prozent.

In der Region wird befürchtet, dass die Regierungen der Ölförderländer wegen der fallenden Preise ihre Ausgaben verringern könnten. Damit würden wichtigen Unternehmen die Aufträge wegbrechen. Der Preis für die Nordsee-Sorte Brent war am Freitag unter 62 Dollar je Fass gefallen, nachdem die Internationalen Energieagentur (IEA) für 2015 einen weiter niedrigen Ölpreis vorausgesagt hatte.

"Rasante Talfahrt übertrieben"

Die rasante Talfahrt des Ölpreises weltweit ist nach Ansicht von Opec-Generalsekretär Abdullah Al-Badri übertrieben. Die Fundamentaldaten sollten nicht zu einem solch dramatischen Preisrutsch führen, sagte Badri am Sonntag in Dubai. Die Opec strebe ein sowohl für Förderländer als auch Verbraucher angemessenes und nachhaltiges Preisniveau an. Eine Höhe wollte er nicht nennen.

Keine Senkung der Fördermenge

Die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) hatte sich bei ihrem Treffen Ende November trotz eines weltweiten Überangebots bei gleichzeitig schwächelnder Nachfrage gegen eine Senkung der Fördermenge entschieden. Seitdem hat sich die Talfahrt des Ölpreises beschleunigt. Öl ist so billig wie seit fünfeinhalb Jahren nicht mehr. Am Freitag kostete ein Barrel (159 Liter) der richtungsweisenden Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee weniger als 62 Dollar - noch im Sommer mussten mehr als 100 Dollar bezahlt werden. Auf die Frage, ob eine Krisensitzung des Kartells vor dem regulären Treffen im Juni 2015 notwendig sei, sagte Badri nur: "Ich weiß es nicht."

Die Opec-Entscheidung vom November sei gegen niemanden gerichtet, betonte er. "Einige Leute sagen, die Entscheidung sei gegen die USA und Schieferöl gerichtet. Das ist falsch. Andere sagen, sie sei gegen den Iran und Russland gerichtet. Auch das ist falsch", sagte Badri. (APA, 14.12.2014)

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