"Die Rufe der Fans gehören zum Geschäft"

13. Dezember 2014, 21:42
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  • Salzburg - Rapid

Adi Hütter (Salzburg-Trainer): "In den ersten 20 Minuten sind wir überhaupt nicht ins Spiel gekommen. Rapid war aggressiver und aktiver. Das 1:2 war sehr unglücklich. Rapid hat die Sache gut gemacht. Wir haben zu wenig gute Lösungen gefunden, sind zu wenig in die Tiefe gekommen. Die Niederlage kann den guten Herbst allerdings nicht mindern. Normal ist es nicht meine Art, Schiedsrichter zu kritisieren. Das war heute aber eine sehr schlechte Schiedsrichterleistung. Er hat in einem Spitzenspiel nie Souveränität ausgestrahlt. Die Gelb-Rote Karte war für mich überzogen."

Ralf Rangnick (Red-Bull-Sportdirektor): "Es ist eine große Enttäuschung, wenn man 70 Minuten mit einem Mann weniger überlegen ist. Schade, dass Naby Keita den Ball im Finish nicht besser getroffen hat. Wir gehen trotzdem zufrieden in die Winterpause. Die physische Verfassung muss im Frühjahr aber noch besser werden."

Marcel Sabitzer (Salzburg-Torschütze): "In der ersten Hälfte war Rapid die bessere Mannschaft, da sind wir überhaupt nicht ins Spiel gekommen. Nach der Pause war die Partie dann total ausgeglichen, da wäre ein Unentschieden gerecht gewesen. Diese Niederlage schmerzt natürlich. Aber wir haben weiter acht Punkte Vorsprung und freuen uns auf den Urlaub. Die Rufe der Fans gehören zum Geschäft, das ist kein Problem für mich."

Zoran Barisic (Rapid-Trainer): "Es war ein sehr emotionales, kampfbetontes Spiel. Ich bin froh, dass sich meine Mannschaft nach diesem Ausgleich noch mit dem Siegestor belohnt hat. Es war eine starke Teamleistung. Das Team funktioniert, hat sehr viel Potenzial und das gehört ausgebaut. Wir haben alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Dieser Sieg in Salzburg hat mir noch gefehlt. Es ist schön, die Herbstsaison, die ein Auf und Ab war, mit diesem Sieg abzuschließen. Dieses Ergebnis ist eine gute Ausgangsposition für das Frühjahr, in das wir sehr optimistisch gehen."

Robert Beric (Rapid-Doppeltorschütze): "Ich bin sehr glücklich über diese zwei Tore. Wichtiger sind für uns aber dieser Sieg und die drei Punkte zum Jahresabschluss. Das 1:1 war für uns wie ein Schlag ins Gesicht. Wir haben aber weiter an uns geglaubt. Das Frühjahr wird sicher um einiges besser laufen als diese Herbstsaison."

Steffen Hofmann (Rapid-Kapitän): "Wir haben gewusst, wie wir sie knacken können, und genauso haben wir es gemacht. Robert ist einfach unglaublich, solche Bälle macht er fast zu 95 Prozent rein. Es ist schwierig, hier zu spielen. Die Salzburger haben eine tolle Mannschaft. Wir haben gewusst, wir müssen das Zentrum dichtmachen, waren sehr aggressiv und haben viel gegen den Ball gearbeitet. Letztendlich hatten wir ein bisschen Glück, aber Gott sei Dank haben wir gewonnen."

  • Austria - Grödig

Gerald Baumgartner (Austria-Trainer): "Wir waren im gesamten Spiel dominant. Wir wollten unbedingt gewinnen. In der ersten Hälfte haben wir auch mehr Torchancen herausgespielt. Es war ein Arbeitssieg, aber ein verdienter. Kvasina hat sich auch schon im Training aufgedrängt."

Marko Kvasina (Austria-Torschütze): "Es war eine perfekte Flanke. Ich musste nur noch den Fuß hinhalten und drin war er. Das war ein unbeschreibliches Gefühl. Kurz bevor ich reingekommen bin, hat der Trainer gesagt: 'Du bist ein Großer, du schießt uns heute zum Sieg.'"

Michael Baur (Grödig-Trainer): "Wir haben die erste Hälfte vollkommen verschlafen. Da gab es viele Fehlpässe, wir haben überhaupt nicht ins Spiel gefunden. Etwas überraschend kam von der Austria aber auch wenig Initiative. In der zweiten Hälfte sind wir besser ins Spiel gekommen, haben auch Chancen vorgefunden. Die Austria hat aber aus einer Unachtsamkeit von uns das Tor geschossen. Ich habe den Spielern gesagt, dass sie sehr stolz auf die Leistungen heuer sein können."

  • Altach - Sturm

Damir Canadi (Altach-Trainer): "Heute braucht man nicht viel zu analysieren. Der Gegner war klar besser, das müssen wir akzeptieren. Aber ein ganz großes Kompliment an die Mannschaft. Zuerst an Kobras, den 'Man of the Match', dann an die gesamte Mannschaft. Diese Partie konnte man heute nur über eine perfekte Teamleistung gewinnen. Sturm war spielerisch die bessere Mannschaft. Für uns ist es ein glücklicher Sieg, den wir gerne mitnehmen und mit dem wir ein perfektes Jahr abschließen."

Martin Kobras (Altach-Torhüter): "Ich habe am Dienstag erfahren, dass ich nicht spielen werde. Ich bin sportlich damit umgegangen. Ich habe es akzeptiert und noch mehr Gas gegeben, dann bin ich doch zum Einsatz gekommen. Es war wichtig, dass ich positiv mit der Situation umgegangen bin."

Franco Foda (Sturm-Trainer): "Wir haben 35 Minuten perfekten Fußball gespielt, so wie man ihn auswärts spielen muss. Wir hatten guten Ballbesitz und haben viele Torchancen kreiert. Eine dieser fünf Chancen muss man machen, dann wäre die Sache in die richtige Richtung gelaufen. Dann war noch der Ausschluss. Eigentlich hatten wir alle Trümpfe in der Hand, aber das Tor hat Altach gemacht - zu einem für uns ungünstigen Zeitpunkt. So ist der Fußball, am Ende steht man dann ohne Punkte da."

Marco Djuricin (Sturm-Stürmer): "Ein Tor muss ich sicher machen, aber das muss ich akzeptieren. Wir wollten in der zweiten Hälfte ganz anders spielen. Da haben wir alles falsch gemacht, was man falsch machen kann. Da war es schwer gegen Altach. Die haben nur verteidigt."

  • Ried - Wr. Neustadt

Oliver Glasner (Ried-Trainer): "Das war eine unserer besten Saisonleistungen. Wir waren von Beginn an enorm konterstark, haben sehr viel Geschwindigkeit ins Spiel nach vorne gebracht, waren griffig und haben immer nachgesetzt. Symptomatisch dafür war das Führungstor. Dieses erste Bundesligator hat sich Stefan Lainer nach seinen überragenden Leistungen im Herbst verdient. Wir sind physisch in einem sehr guten Zustand, doch noch nicht am Zenit. Viele Spieler haben Potenzial zu mehr. Uns war wichtig, einen guten Jahresabschluss zu haben und mit einem Sieg die Fans, die doch einen durchwachsenen Herbst hatten, zu beschenken."

Thomas Gebauer (Ried-Tormann): "Ich hatte nicht viel zu arbeiten. Ab dem 2:0 war die einzige Gefahr, dass wir nachlassen. Das haben wir nicht getan. Das war heute ein Ausrufezeichen. Wir sind jetzt Achter, doch die Tabelle ist relativ eng. Wenn wir besser in die Saison hineingekommen wären, könnten wir vollauf zufrieden sein. Wir müssen immer 100 Prozent arbeiten, nicht wie zuletzt in Graz nur 95 Prozent. Wir wollten heute früh vorne attackieren, den Gegner zu Fehlern zwingen. Das haben wir geschafft. Unser druckvolles Spiel war der Schlüssel zum Erfolg."

Helgi Kolvidsson (Wr. Neustadt-Trainer): "Das war kein schöner Abend für uns. Es ist mir unerklärlich. Wir präsentieren uns derzeit mit zwei Gesichtern - zuhause und auswärts. Auch die Statistik lügt nicht. Mit nur 36 Prozent gewonnenen Zweikämpfen kannst du kein Spiel gewinnen. Es war in allen Belangen zu wenig. Wir standen vom Gegner zu weit weg. Wir sind noch nicht stabil genug."

Stefan Maierhofer (Wr. Neustadt-Stürmer): "Wenn man mit einem Sechserpack nach Hause fährt, ist das extrem bitter. Wir müssen uns die Niederlage selbst ankreiden. Wir haben in der ersten Hälfte versagt und in der zweiten Hälfte noch einmal versagt." Zu seiner möglichen Zukunft in Wr. Neustadt: "Ich gehe jetzt auf Urlaub, nächste Woche gibt es Gespräche mit dem Verein, dann wird man sehen, wie es weitergeht."

  • Admira - WAC

Walter Knaller (Admira-Trainer): "Es war eines der Endspiele für uns. Die Laufbereitschaft, die Leidenschaft und das Risiko sind belohnt worden. Was wir uns vorgenommen haben, ist aufgegangen. Wir waren auch in den zehn Spielen, die wir nicht gewonnen haben, nicht immer die schlechtere Mannschaft. Mit diesem Befreiungsschlag hoffen wir, dass wir im Frühjahr auf Touren kommen. Ein bisschen Blutauffrischung werden wir bekommen. Wir wissen aber auch, dass wir ein Ausbildungsverein sind. Wir wissen auch, dass im Torabschluss noch ein Manko herrscht. Momentan ist der Klassenerhalt unser Ziel. Sollte mehr möglich sein, nehmen wir das gerne."

Richard Windbichler (Admira-Kapitän): "Es hat keinen wichtigeren Sieg gegeben als diesen. Jetzt können wir doch mit einer gewissen Lockerheit in den Urlaub gehen. Das Erfolgserlebnis vor der Pause war enorm wichtig. Mit unserer Leistung können wir sehr zufrieden sein."

Dietmar Kühbauer (WAC-Trainer): "Nach den ersten zehn Minuten haben wir das Spiel komplett weggeworfen. Wir haben die Admira stärker gemacht. Es war wenig Bewegung nach vorne, wir haben die Zweikämpfe nicht angenommen. Die Admira war der gerechte Sieger. Mit diesem Auftreten können wir niemanden in Österreich schlagen. Die Leistungsbereitschaft muss gegen jeden Gegner stimmen. Man darf nicht hierher fahren mit der Meinung, der Dreier ist schon im Sack. Ich halte zur Mannschaft, aber im Frühjahr wird sich definitiv etwas verändern. Wir haben trotzdem eine gute Herbstsaison gespielt. Wir überwintern als Zweiter, die anderen sind aber schon sehr nahe gerückt."

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