Einmal geht's noch: Salzburg empfängt Rapid

13. Dezember 2014, 11:41
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Bullen zeigten diese Saison nach Europa-League-Spielen meist Schwächen - Rapidler wollen wirklich "kämpfen, beißen, kratzen"

Salzburg/Wien - Der überlegene Tabellenführer Salzburg und Rekordmeister Rapid beenden am Sonntag (16.30 Uhr) in der Red Bull Arena das heimische Fußball-Jahr 2014. Die Bullen wollen Platz eins mit einem weiteren Sieg untermauern und die Führung eventuell ausbauen. Die Hütteldorfer brauchen jeden Punkt, um in der Tabelle von Rang fünf nicht noch weiter abzurutschen und auch am zweiten Platz dranzubleiben.

"Wir wollen die Saison mit einem Sieg erfolgreich abschließen und dann in die verdiente Winterpause gehen. Ich erwarte noch einmal Powerfußball von meiner Mannschaft", sagte Salzburg-Trainer Adi Hütter. Den boten die "Bullen" am Donnerstag beim 5:1-Kantersieg zum Abschluss der Europa-League-Gruppenphase gegen Astra Giurgiu, mit dem sie in diesem Bewerb auch einen Torrekord fixierten.

"Es wird sicher eine andere Gegenwehr geben, als es im Spiel gegen Astra der Fall war. Rapid ist ein anderes Kaliber", rechnete Hütter mit einem deutlich stärkeren Gegner. Seine Truppe hat zuletzt in der Liga jeweils nach den Europa-League-Auftritten immer wieder Schwächen gezeigt. Die Salzburger haben in diesen Partien nur ein einziges Mal - mit dem 4:1 gegen Wiener Neustadt nach dem 2:1-Erfolg bei Giurgiu - drei Punkte geholt. Zweimal gab es Niederlagen (2:3 gegen Austria, 1:4 in Altach), zweimal Unentschieden (2:2 in Grödig, 2:2 gegen den WAC), zuletzt keinen Sieg in den jüngsten drei Anläufen.

Gute Rotation

Die Rapidler können sich also berechtigt Hoffnungen auf einen Punktezuwachs machen. "Ich bin aber weit davon entfernt, zu glauben, dass sie immer schlecht spielen nach Europacupspielen", betonte Rapid-Trainer Zoran Barisic.

Den Salzburgern kommt dieses Mal zu Gute, dass wichtige Kräfte am Donnerstag geschont wurden. So können etwa Goalie Peter Gulacsi, Christian Schwegler, Andre Ramalho, Andreas Ulmer, Christoph Leitgeb, Stefan Ilsanker und Kapitän Jonatan Soriano ausgeruht in die Partie gehen. "Wir haben rotiert, weil wir am Sonntag noch ein wichtiges Spiel haben. Das Duell mit Rapid ist für uns ein Prestigeduell und ein Klassiker", hob Hütter die Wichtigkeit der Partie hervor.

In den letzten beiden Heimspielen gegen Rapid erzielten die Salzburger, bei denen Marcel Sabitzer vor seinem 100. Ligaspiel steht, beim 6:3 sowie diese Saison 6:1 jeweils sechs Tore. Rapid hat zudem von den jüngsten 13 Partien in Salzburg nur eine (12. August 2012/2:0) gewonnen. Auch das direkte Saisonduell in Wien ging übrigens mit 2:1 an den Tabellenführer.

Die Rapidler haben aber personelle Probleme. Die Ausfallsliste wurde diese Woche durch die Sperre von Stefan Schwab sowie die Erkrankungen von Stefan Stangl, Dominik Starkl und Mario Pavelic größer. Pavelic trainierte aber am Freitag wieder mit der Mannschaft und könnte eventuell zum Einsatz kommen. Sollte er passen müssen, könnte Amateur-Spieler Ferdinand Weinwurm zu seinem Debüt kommen. (APA/red, 13.12.2014)

Red Bull Salzburg - SK Rapid Wien (Sonntag, 16.30 Uhr/live ORF eins, Red Bull Arena, SR Hameter). Bisherige Saisonergebnisse: 6:1 (h), 2:1 (a)

Salzburg: Gulacsi - Schwegler, Ramalho, Hinteregger, Ulmer - Ilsanker - C. Leitgeb, Bruno, Kampl - Alan, Soriano/Sabitzer

Ersatz: Walke - Schiemer, Ankersen, Schmitz, Keita, Laimer, Sabitzer/Soriano

Es fehlen: Vorsah, Berisha (beide Knie), Rodnei (Adduktoren), Quaschner, Lazaro (beide Oberschenkel), Sörensen (Sprunggelenk)

Rapid: Novota - Pavelic/Weinwurm, Sonnleitner, M. Hofmann, Schrammel - Petsos, Wydra - Schaub, S. Hofmann, F. Kainz - Beric

Ersatz: Maric - Schobesberger, Grahovac, Alar, Prosenik, Grozurek, Weinwurm/Pavelic

Es fehlen: Schwab (gesperrt), Dibon (Muskelfaserriss), Stangl, Starkl (beide krank), Behrendt, Kuen, Schimpelsberger (alle rekonvaleszent bzw. im Aufbautraining)

Fraglich: Pavelic (nach Krankheit)

  • Die Katze lässt das Mausen nicht: Steffen Hofmann (l.) kickt immer noch gegen Kevin Kampl und Co.
    foto: apa/punz

    Die Katze lässt das Mausen nicht: Steffen Hofmann (l.) kickt immer noch gegen Kevin Kampl und Co.

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