Internationales Bündnis beschoss 27 IS-Stellungen

13. Dezember 2014, 17:43
37 Postings

Bomber, Kampfflugzeuge und Drohnen sind laut US-Angaben zum Einsatz gekommen - Briten wollen einige hundert Soldaten in den Irak schicken

Washington - Die internationale Allianz gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat nach US-Angaben seit Mittwoch 27 Stellungen der Extremisten im Irak und in Syrien beschossen. Dabei seien Bomber, Kampfflugzeuge und Drohnen zum Einsatz gekommen, teilte das US-Verteidigungsministerium am Freitag mit.

Sieben Ziele seien in Syrien angegriffen worden, fünf davon nahe der seit Wochen umkämpften Stadt Kobane. Die restlichen 20 Luftschläge gab es demnach im benachbarten Irak.

Hunderte britische Soldaten sollen in den Irak

Großbritannien will zur Ausbildung der irakischen Truppen im Kampf gegen die Extremistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) einige hundert Soldaten in den Irak entsenden. Verteidigungsminister Michael Fallon sagte der Zeitung "The Daily Telegraph" vom Samstag, die ersten Einheiten würden im Jänner verlegt. Die genaue Zahl stehe noch nicht fest. Sie bewege sich aber im unteren dreistelligen Bereich.

Nach den Luftangriffen der von den USA geführten Allianz habe der IS seine Taktik geändert, sagte Fallon. Die Milizionäre vermieden große Ansammlungen in offenem Gelände und versteckten sich zunehmend in Städten und Dörfern. Dort müssten sie durch Bodentruppen bekämpft werden, sagte der Minister. Dies müsse aber die örtliche Armee leisten, zu deren Ausbildung die britischen Soldaten entsandt würden. Ein Team werde Kurden-Kämpfer im Nordirak trainieren, drei weitere Teams würden in der Nähe der Hauptstadt Bagdad stationiert.

Extremisten greifen Samarra an

Die sunnitischen IS-Extremisten hatten zuletzt ihre Angriffe im Umland der 110 Kilometer nördlich von Bagdad gelegenen Stadt Samarra verstärkt. Erobern sie diese, wären die Jihadisten in einer strategisch wichtigen Position, um auch die Hauptstadt anzugreifen.

Wie das irakische Militär mitteilte, brachen am Freitag am Rande Samarras heftige Gefechte zwischen den Extremisten und Regierungstruppen aus. In der Stadt steht eines der wichtigsten schiitischen Heiligtümer. In den Augen sunnitischer Extremisten sind Schiiten abtrünnige Muslime. (APA, 13.12.2014)

Share if you care.