Bundestheater: Prüfer mit Verschwiegenheitspflicht 

12. Dezember 2014, 15:42
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FPÖ, Grüne und Neos zeigen sich verwundert über "eigenartiges und fragwürdiges Vorgehen"

Wien - Wenig Erhellendes ergab der heutige parlamentarische Rechnungshof-Unterausschuss zum Thema Bundestheater-Holding. Ein Prüfer von PricewaterhouseCoopers (PwC) zeigte sich mit Hinweis auf ein laufendes Verfahren nicht auskunftsfreudig, ein Vertreter der KPMG wies darauf hin, von den Geschäftsführungen von Holding und Burgtheater nicht von seiner Verschwiegenheitspflicht entbunden worden zu sein.

Die Kultursprecher von FPÖ, Grünen und Neos, Walter Rosenkranz, Wolfgang Zinggl und Beate Meinl-Reisinger, zeigten sich im Anschluss daran in einer gemeinsamen Aussendung darüber verwundert: "Das ist ein zumindest eigenartiges und fragwürdiges Vorgehen und Verständnis der staatlichen Institutionen dem Parlament gegenüber." Man werde mittels gemeinsamer parlamentarischer Anfrage bei Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) in Erfahrung zu bringen versuchen, "ob er als Eigentümervertreter den Geschäftsführern eine entsprechende Weisung erteilt hat bzw. ob er die Entbindung von der Verschwiegenheitspflicht mittels Weisung bis zu einem weiteren Ladungstermin veranlassen wird".

Im Unterausschuss sind weitere fünf Arbeitssitzungen vorgesehen. "Die Fakten müssen auf den Tisch, die Verantwortlichkeiten gehören geklärt. Nur so können das Burgtheater und die Holding in eine gute Zukunft gehen", so Claudia Durchschlag, die Fraktionsvorsitzende der ÖVP im Unterausschuss, in einer Aussendung. (APA, 12.12.2014)

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