Dameneishockey verliert wichtigsten Klubbewerb

12. Dezember 2014, 13:55
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Internationaler Eishockeyverband stellt Champions Cup ein. EHV Sabres Wien verlieren wichtige Vergleichsmöglichkeit

Wien – Mit Platz sechs holten die EHV Sabres Wien vergangenes Wochenende ihr bestes Ergebnis im European Women’s Champions Cup, der Champions League im Fraueneishockey. Die Freude fiel trotzdem gedämpft aus. Es war der letzte Auftritt der Sabres in diesem Rahmen. Kurz vor dem Semifinalturnier in Nischni Nowgorod (Russland) erfuhr Österreichs Serienmeister von der Einstellung des 2004 eingeführten Bewerbs – aus finanziellen Gründen.

Gleichzeitig hat der internationale Eishockeyverband (IIHF) die Champions League der Männer auf 48 Vereine aufgestockt. Im Continental Cup gibt es zudem noch einen zweiten Europacupbewerb.

"Uns fällt das große Saisonziel weg", sagt Christian Benedek, Funktionär bei den Sabres. "Die Teilnahme war immer eine Riesenmotivation." Die Meisterschaft dominieren die Wienerinnen seit Jahren, die internationalen Vergleiche seien daher umso wichtiger." Die Spiele gegen russische, schwedische und finnische Teams bringen sehr viel Erfahrung." Für internationale Vergleiche will man nun Turniere organisieren – kein Vergleich zum Champions Cup. Benedek befürchtet, dass auch Sponsoren abspringen könnten.

Protest wird organisiert

Derzeit versucht man, aktuelle und ehemalige Champions-Cup-Teilnehmer zu vernetzen, um einen Protest auf die Beine zu stellen. Wenn der nichts nützt, werden vom 20. bis 22. Februar 2015 im Finalturnier mit HC Lugano, Linköpings HC (Schweden), SKIF Nischni Nowgorod (Russland) und Espoo Blues (Finnland) zum elften und letzten Mal die Siegerinnen ermittelt. (red, DER STANDARD, 13./14.12.2014)

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