Liverpool gegen ManUnited und die Krise

12. Dezember 2014, 12:09
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Team von Brendan Rodgers will ausgerechnet gegen Manchester United aus dem Tal finden

Mit gänzlich konträren Vorzeichen gehen Manchester United und Liverpool in das Schlagerspiel (Sonntag, 14.30 Uhr) der 16. Runde der Fußball-Premier-League. Während der Rekordchampion aus Manchester in England das Team der Stunde ist, schleppt sich Liverpool mühsam durch die Meisterschaft und ist nach einer schlappen Vorstellung am Dienstag gegen Basel nicht mehr in der Champions League vertreten.

Nach einer überragenden Saison 2013/14, die beinahe mit dem 19. Meistertitel der Vereinsgeschichte geendet hätte, sackten die "Reds" in der neuen Saison wieder ins Mittelmaß ab. Auf Platz neun befindet sich die Mannschaft von Brendan Rodgers derzeit, aus den vergangenen sechs Spielen stehen nur zwei Siege zu Buche. Zu hoch waren die Erwartungen, wenn man sich der Worte des Trainers vor Saisonbeginn erinnert: "Ich bin super-hungrig, ein Champion und erfolgreich zu sein. Wir haben gezeigt, dass wir die Qualitäten haben, das umzusetzen", sagte Rodgers im Sommer.

In der Champions League ereilte Liverpool nach einem dürftigen 1:1-Remis im Heimspiel gegen den FC Basel das Aus. Schonungslos aufgezeigt wurden dabei die gröbsten Defizite des Kaders: die mangelnde Qualität im kreativ-offensiven Bereich sowie fehlende Leader - sieht man von Kapitän Steven Gerrard ab, der mit seinen 34 Jahren jedoch nur mehr sporadisch Glanzlichter wie das Freistoßtor gegen die Schweizer liefern kann. Unterliegt Liverpool am Sonntag im Old-Trafford-Stadion, wären die Top 4 schon in weiter Ferne. Die Kritik an Rodgers - besonders wegen seiner häufigen Rotation - wäre dann wohl unüberhörbar.

Im Licht

Ganz anders ergeht es momentan United. Die "Red Devils" sind, zieht man die jüngsten Ergebnisse heran, die momentan stärkste Mannschaft in der höchsten englischen Spielklasse. Sechs Siege feierte man in den vergangenen sechs Partien, in der Tabelle stürmte die Truppe des anfangs heftig umstrittenen Coaches Louis van Gaal bis auf den dritten Rang vor. So weit oben stand der Club zuletzt im August 2013. Am Ende der Vorsaison hatte es nur zum enttäuschenden siebenten Platz gereicht - der Grund, warum die Chefetage im Sommer den Umbruch vollzog und Van Gaal engagierte.

"Wir sind wirklich glücklich, dass wir auf dem Weg nach oben sind", meinte Stürmer Robin van Persie, der auch unter seinem niederländischen Landsmann zu den Leistungsträgern zählt. "Jetzt müssen wir das Momentum am Laufen halten." Als zusätzlicher Ansporn fungierte am vergangenen Wochenende der Ausrutscher von Chelsea, das mit dem 1:2 gegen Newcastle die erste Saison-Niederlage kassierte. "Nur" mehr acht Punkte liegt ManU seitdem hinter dem Spitzenreiter.

Arnautovic?

Noch näher kam Chelsea freilich Stadtrivale Manchester City. Der amtierende Meister bezwang Everton 1:0 und verkürzte den Abstand zum Tabellenführer auf drei Punkte. An diesem Wochenende beehrt ManCity das Schlusslicht Leicester - allerdings ohne Goalgetter Sergio Aguero, der wegen einer Knieverletzung voraussichtlich vier bis sechs Wochen fehlen wird. Chelsea empfängt unterdessen an der Stamford Bridge Hull City.

Marko Arnautovic gastiert mit Stoke City bei Crystal Palace, wobei hinter dem Einsatz des Österreichers noch ein Fragezeichen steht. Zuletzt musste der offensive Mittelfeldspieler wegen einer Leistenverletzung zusehen. Aston Villa, der Club von Andreas Weimann, bekommt es auswärts mit West Bromwich zu tun (alle am Samstag, 16.00 Uhr). (APA, 12.12.2014)

  • Gerrard und Frage nach der Richtung.
    foto: apa/epa/powell

    Gerrard und Frage nach der Richtung.

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