ETH Zürich und Uni Zürich erhalten Spende über 120 Millionen US-Dollar

12. Dezember 2014, 12:02
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Milliardär Hansjörg Wyss finanziert Forschungszentrum zur Umsetzung neuer Erkenntnisse an der Schnittstelle von Medizin, Natur- und Ingenieurwissenschaften

Zürich – Warum die Schweiz, gemessen an der Zahl der Einwohner, Forschungsweltmeister ist, hat gute Gründe. Einer davon ist die gute Dotierung von Forschung, ein anderer sind die forschungsintensiven Großunternehmen insbesondere im Pharma- und Medizinbereich. Dass sich letzteres positiv auf ersteres auswirkt, zeigt eine Millionenspende, die der ETH Zürich und der Uni Zürich dieser Tage zuging.

ETH- und Harvard Alumnus Hansjörg Wyss und Synthes-Gründer stiftete der ETH Zürich und der Universität Zürich 120 Millionen US-Dollar, um ein neues, Forschungszentrum an der Schnittstelle von Medizin, Natur- und Ingenieurwissenschaften zu gründen. Das Wyss Translational Center Zurich soll in der Anfangsphase aus zwei Technologieplattformen bestehen und mit einem interdisziplinären Ansatz die Entwicklung und Anwendung innovativer medizinischer Therapien und bahnbrechender Robotiksysteme beschleunigen.

Spendabler Multimilliardär

Der 79-jährige Multimilliardär Wyss war Gründer und Direktor des schweizerisch-US-amerikanischen Medizintechnikunternehmen Synthes, das 2012 an Johnson & Johnson verkauft wurde. Das Unternehmen entwickelte, produzierte und vermarktete Instrumente, Implantate und Biomaterialien für die chirurgische Behandlung von Knochenfrakturen und für Korrekturen und Rekonstruktionen des menschlichen Skeletts und seiner Weichteile.

Was Hansjörg Wyss zur großzügigen Donation motivierte? "Die in der Schweiz betriebene Grundlagenforschung zählt weltweit zu den besten. Aber es geht oft lange, bis die Erkenntnisse für die Anwendung und zum Wohle des Patienten nutzbar gemacht werden können. Ich möchte mithelfen, mit neuen Modellen der interdisziplinären Zusammenarbeit diesen Transfer zu beschleunigen." So wird die Schweiz eher noch länger Forschungsweltmeister bleiben. (tasch, derStandard.at, 12.12.2014)

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