Deutschland: "Lichtgrenze" ist Wort des Jahres

12. Dezember 2014, 14:09
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"Schwarze Null" und "Götzseidank" nehmen die Plätze zwei und drei ein

Wiesbaden - Wie auch in Österreich vor mehr als einer Woche ist die Wahl zum Wort des Jahres in Deutschland auf einen Begriff aus dem politischen Bereich gefallen. Gewinner ist "Lichtgrenze", wie die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) am Freitag bekanntgab. Die Entscheidung erinnert an die Lichtinstallation, mit der bei den Feiern zum Mauerfall vor 25 Jahren an den Verlauf der Berliner Mauer erinnert wurde.

Der Begriff spiegle in besonderer Weise die großen Emotionen wider, die das Ende der DDR im Herbst 1989 auch 25 Jahre später noch in ganz Deutschland hervorrufe, begründeten die Sprachforscher ihre Wahl. Auf Rang zwei landete die "Schwarze Null", die die Bemühungen der deutschen Regierung um ein ausgeglichenes Budget beschreibt. Die Debatte über die "Schwarze Null" habe fast das gesamte Jahr geprägt, erklärte die GfdS. Den dritten Platz nahm in Anspielung auf das Siegestor von Mario Götze im Endspiel der Fußballweltmeisterschaft der Ausdruck "Götzseidank" ein.

Österreich "situationselastisch"

In Österreich wurde erst vor einer Woche der von Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) geprägte Begriff "situationselastisch" zum Wort des Jahres gewählt. Auch das österreichische Unwort des Jahres, "Negerkonglomerat", kam von einem Politiker, der ehemalige FPÖ-EU-Spitzenkandidat Andreas Mölzer verwendete es in einer Wahlkampfrede. (APA, red, 12.12.2014)

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