"Papers Please" für iOS zensuriert: Nacktscanner-Grafik für Apple zu pornografisch

12. Dezember 2014, 10:35
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Game macht Spieler zu Grenzbeamten

In "Papers, Please" wird der Spieler zum Ausweise kontrollierenden Grenzbeamten. Man muss entscheiden, ob man Personen in den fiktiven Staat Arstotzka einreisen lässt oder abweist. Auch Nacktscanner-Aufnahmen in pixeliger Retrografik gehören zum Repertoire der gespielten Bürokratie. Damit hat es der Indie-Hit jedoch nicht durch die Apple-Kontrolle geschafft. Das Unternehmen hat die ursprüngliche Fassung abgelehnt. Entwickler Lucas Pope musste für den App Store eine entschärfte Version liefern.

Mit Unterwäsche

Auf Twitter schreibt Pope, dass es in der iPad-Version keine Nacktscanner-Aufnahmen mit vollständiger Nacktheit gebe. Auch in der Original-Version des Spiel gibt es die Möglichkeit statt komplett nackter Scans auch nur Aufnahmen mit Unterwäsche zu machen, berichtet heise. Für Apple müssen die pixeligen Figuren immer bekleidet sein. Die abgemilderte Version ist inzwischen abgesegnet und im App Store erhältlich.

Dass Inhalte mit Nacktheit an den Vorgaben des App Stores scheitern, kommt nicht zum ersten Mal vor. Apple hat darin fast schon eine Tradition entwickelt. So musste etwa ein Comic basierend auf James Joyce’ "Ulysses" wegen eines gezeichneten Penises angepasst werden. Auch das Cover eines Wissensmagazins war wegen zu viel Nacktheit zensiert worden. Zahlreiche Games und Apps mussten zuvor schon aus ähnlichen Gründen adaptiert werden. (red, derStandard.at, 12.12.2014)

  • "Papers, Please" scheiterte in der Original-Fassung (Bilder rechts) an Apples Kontrolleuren.
    foto: papers please

    "Papers, Please" scheiterte in der Original-Fassung (Bilder rechts) an Apples Kontrolleuren.

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