Kampfpreis wirkt: Xbox One verkauft sich erstmals besser als Playstation 4 in USA und UK

12. Dezember 2014, 10:29
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Microsofts Subventionierung der Konsole macht sich bezahlt

Die Xbox One hat sich im November in den USA und Großbritannien seit dem Marktstart 2013 erstmals besser verkauft als die Playstation 4. Das geht aus Angaben Microsofts hervor, die sich auf Zahlen der Marktforscher NPD Group und GfK beziehen. Konkrete zahlen wurden jedoch nicht veröffentlicht.

Die Topplatzierung auf dem Heimatmarkt hat sich Microsoft einiges Kosten lassen. So reduzierte der Konzern den Preis der XBO nicht nur um 50 Dollar zum Start des US-Weihnachtsgeschäfts, sondern legte pro Konsole auch noch bis zu drei Games bei. Damit ist die XBO in den USA und auch in Großbritannien aktuell deutlich günstiger zu haben als Sonys PS4, die ihren Preis ganzjährig bei 399 Dollar gehalten hat.

Nintendo Up

Nintendo hat ebenfalls starke Verkäufe zu berichten. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der 3DS-Absatz im November um 40 Prozent gesteigert werden, der Wii-U-Absatz sogar um 90 Prozent. Die Black-Friday-Woche war Nintendos beste Verkaufswoche seit dem Marktstart der Wii U 2012.

Sony gab bisher keine Zahlen zum vergangenen November bekannt. Weltweit dürfte die Playstation 4 aber weiter deutlich vor den Konsolen der Konkurrenz abgeschlossen haben. Die Seite "VG Chartz" schätzt, dass sich die PS4 jede Woche im November besser verkaufen konnte als XBO und Wii U. Microsofts aggressive Marketingaktionen dürften Sony in den USA und Großbritannien dennoch fordern. Der seit Jahren in den roten Zahlen steckende Konzern ist auf die Profitabilität seiner Games-Sparte angewiesen, weshalb man sich nicht auf eine Preisschlacht mit Microsoft einlassen kann.

Verkäufe hoch, Umsatz runter

Microsofts Preisreduktion machte sich auch in den Gesamtverkäufen sichtbar. Während die Hardware-Absätze US-branchenweit gegenüber dem Vorjahr anzogen, reduzierte sich der Umsatz leicht. Vor einem Jahr setzte Microsoft mit jeder verkauften Xbox One noch 500 Dollar um, heute sind es mehrheitlich nur mehr 350 Dollar.

Das bestverkaufte Spiel in den USA im November war "Call of Duty: Advanced Warfare", gefolgt von "Grand Theft Auto 5", "Super Smash Bros.", "Pokemon Alpha Sapphire" und "Far Cry 4". Danach kamen "Pokemon Omega Ruby", "NBA 2K15", "Assassin's Creed: Unity" und "Halo: The Master Chief Collection". (zw, derStandard.at, 12.12.2014)

  • Die Xbox One liegt bei den Verkaufszahlen in Großbritannien und den USA erstmals vor Sonys PS4.
    foto: epa/gary he

    Die Xbox One liegt bei den Verkaufszahlen in Großbritannien und den USA erstmals vor Sonys PS4.

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