Mit der Automatik automatisch sparen

Kolumne14. Dezember 2014, 17:00
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Es besteht einige Hoffnung, dass Automatikgetriebe künftig einen wichtigen Beitrag für weniger Verbrauch leisten können.

Die Versuche, den Fahrer von der Mühsal des Gangwechsels zu befreien, haben in den letzten Jahrzehnten Erfinder und Entwickler auf Trab gehalten. Immer ist es vor allem um eines gegangen: dass Automatikgetriebe in welcher Bauform auch immer einen schlechteren Wirkungsgrad aufwiesen als manuelle Schaltgetriebe. Mittlerweile herrscht fast Gleichstand, jedenfalls im Normtestverfahren. Und es besteht einige Hoffnung, dass Automatikgetriebe künftig sogar einen wichtigen Beitrag für weniger Verbrauch leisten können.

Schlüsselrolle in Toyotas Hybridantrieb

Die Wandlerautomatik bekam zuerst eine Wandlerüberbrückung im schnellsten Gang, die mittlerweile auch auf andere Gänge ausgedehnt wurde, weil der Drehmomentwandler der schlimmste Energieverbraucher ist.

Das stufenlose CVT-Getriebe spielt eine Schlüsselrolle in Toyotas Hybridantrieb, auch Audi forcierte diese auf Riementrieb basierende Konstruktionsweise vorübergehend, konzentrierte sich schlussendlich aber doch auch auf das Doppelkupplungsgetriebe, das in der VW-Gruppe seit 2003 zusehends zum Standardangebot in Sachen Automatik wurde.

Optimaler Drehzahlbereich

Der entscheidende Vorteil des Automatikgetriebes ist neben dem Komfort die Möglichkeit, weit mehr als sechs Gänge anzubieten und somit auch den Motor öfter in einem optimalen Drehzahlbereich laufen zu lassen. Und an diesem Punkt setzen auch die Strategien für die Zukunft an. Außerdem lassen sich die Kraftflüsse von Benzinmotor und Elektromotor in Hybridautos fast nur unter Zuhilfenahme eines Automatikgetriebes sinnvoll zusammenführen. (Rudolf Skarics, DER STANDARD, 12.12.2014)

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    foto: ap photo/rich pedroncelli

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