Käufer bauen bei Last-Minute-Geschenken auf das Internet

11. Dezember 2014, 15:46
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Pünktliche Lieferung wichtig - Kunden wollen auch online Lagerstand prüfen können

Kurz vor Weihnachten setzen die deutschen Verbraucher einer Studie zufolge bei Last-Minute-Geschenken mehrheitlich auf den Online-Handel. Gut 52 Prozent gehen davon aus, dass sie bestimmte Präsente eher über das Internet bekommen. Rund 43 Prozent vertrauen darauf, dass sie noch im Laden eines traditionellen Einzelhändlers fündig werden, wie aus einer Umfrage des Handelsdienstleisters GT Nexus hervorgeht.

Regale sind voll

"Der Andrang verzweifelter Geschenke-Käufer in den Läden könnte dieses Jahr geringer ausfallen", sagte Boris Felgendreher, Marketingleiter Europa bei GT Nexus. "Die Lager und Regale sind voll, aber die Konsumenten bleiben wohl aus." So mancher Einzelhändler werde sich noch "umgucken".

Für die Kunden sei dies eher von Vorteil und könne ihnen Schnäppchen bescheren. "Denn einige Einzelhändler werden schon vor Weihnachten mit Rabatten locken, bevor sie sich nach den Feiertagen auf eine Preisschlacht einlassen", betonte Felgendreher. Für den sogenannten stationären Einzelhandel sei es entscheidend, das Angebot auszuweiten und zum Beispiel auch in Online-Shops ("Multichannel") präsent zu sein.

Pünktliche Lieferung

"Wichtig ist, ob es den Händlern gelingt, kurz vor dem Fest das Versprechen einzuhalten, über alle Kanäle hinweg pünktlich zu liefern." Die Kunden seien auch daran interessiert, im Internet zu prüfen, ob ein bestimmtes Produkt beim Einzelhändler vorrätig sei, um es dann im Laden abzuholen. "Da soll die Reise hingehen, das wollen viele", sagte der Experte des Dienstleisters GT Nexus, der Händlern hilft, ihre Warenbestände und Lieferketten über ausgelagerte Datenspeicher - sogenannte Cloudplattformen - besser im Griff zu haben.

Das Weihnachtsgeschäft - also die Umsätze im November und Dezember - ist für viele Einzelhändler der Höhepunkt des Jahres. Insgesamt rechnet der Branchenverband HDE mit einem Umsatzplus von 1,2 Prozent auf 85,5 Milliarden Euro im diesjährigen Weihnachtsgeschäft. Zulegen werde vor allem der Einkauf im Internet: Hier rechnet der HDE mit einem Plus von 18 Prozent auf zehn Milliarden Euro. (Reuters, 11.12.2014)

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