Neue Frauenförderprogramme aus Schaumayer-Nachlass an WU

11. Dezember 2014, 12:42
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Doktorandinnen-Internationalisierungsprogramm und Wiedereinsteigerinnen-Stipendium

Wien - Die Wirtschaftsuniversität (WU) Wien richtet mit Mitteln aus dem Nachlass der im Vorjahr verstorbenen Ex-Nationalbankpräsidentin zwei weitere Dr.-Maria-Schaumayer-Förderprogramme zur Unterstützung von Frauenkarrieren ein. Ein neues Internationalisierungsprogramm fördert Auslandsaufenthalte von Doktorandinnen, eine weitere Initiative Wiedereinsteigerinnen.

Schaumayer (1931-2013) richtete bereits zu Lebzeiten aus ihrem Privatvermögen Frauenförderprogramme an ihrer ehemaligen Hochschule ein: Mit dem Dr.-Maria-Schaumayer-Habilitationsstipendium werden seit 1999 Assistentinnen an der WU unterstützt, indem sie von allgemeinen Lehr- und Verwaltungstätigkeiten entlastet werden. Die 1991 eingerichtete Dr.-Maria-Schaumayer-Stiftung vergibt Preise für bereits fertiggestellte wissenschaftliche Arbeiten.

Zwei neue Förderschienen

In ihrem Nachlass hinterließ Schaumayer der WU Mittel "zur Förderung wissenschaftlicher Arbeiten von Frauen", heiß es in einer Aussendung der Uni. Daraus wurden zwei neue Förderschienen entwickelt: Das Internationalisierungsprogramm unterstützt längere Auslands-Forschungsaufenthalte von Doktorandinnen, deren Dissertationsprojekte bereits weit fortgeschritten oder abgeschlossen sind. Das Wiedereinsteigerinnen-Stipendium ist für Wissenschafterinnen konzipiert, die ihre Laufbahn aufgrund von Pflege- bzw. Betreuungsaufgaben im Familienumfeld unterbrechen mussten. Ziel ist die Unterstützung beim Verfassen oder Fertigstellen von begonnenen Publikationen bzw. beim Verfassen von Forschungsanträgen. Außerdem besteht die Möglichkeit, ein externes Coachingangebot in Anspruch zu nehmen. (APA, 11.12.2014)

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