"Zeit im Bild": Die Länge entscheidet nicht alleine 

11. Dezember 2014, 07:00
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"ZiB"-Watch im November: SPÖ und ÖVP, Faymann und Mitterlehner nach Sekunden gleichauf. Und das Team Stronach legt doch noch einmal zu

Wien – Die gute Nachricht für das Team Stronach: 11,9 Prozent aller Politiker-Wortspenden in den meistgesehenen Nachrichten des Landes. So viel Medieninteresse ist doch etwas für eine Partei, die seit den 5,7 Prozent bei der Nationalratswahl vor einem Jahr nicht unbedingt dazugewonnen hat.

Die schlechte Nachricht: 97,5 Prozent dieser O-Töne des Teams Stronach im November 2014 waren Kathrin Nachbaurs originellem Parteiaustritt bei fortgesetzter Klubführung gewidmet.

Das unterstreicht: Auf die Länge alleine kommt es auch in den "ZiB"-Sekundenstatistiken der APA de facto nicht an.

Nehmen wir Norbert Darabos: Der Geschäftsführer der SPÖ liegt im November nach Sekunden in den drei wichtigsten Nachrichtensendungen des Landes auf Platz drei hinter Vizekanzler und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner und Außenminister Sebastian Kurz (beide ÖVP). Darabos verdankt diesen respektablen Platz praktisch alleine der "ZiB 2". Dort hatte er freilich das als nicht so respektabel wahrgenommene Wahlergebnis von Kanzler Werner Faymann als SPÖ-Chef zu erklären.

ÖVP-Obmann Mitterlehner kam selbst in die "ZiB 2" – den Weg auf den Küniglberg nimmt man mit 99,1 Prozent beim eigenen Parteitag auch ein bisschen lockerer. In der "Zeit im Bild" um 19.30 Uhr, deren Publikum oft an die Million heranreicht, liegt Mitterlehner mit 133 zu 132 Sekunden gleichauf mit Faymann. Parteikollege Kurz verdankt Platz drei vor allem einem Interview in der "ZiB 24" über den holprigen Start der Kampagne #stolzdrauf – auch keine ganz willkommenen Sekunden. (red, derStandard.at, 10.12.2014)

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    foto: apa/defacto
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    Die "ZiB"-Charts für den November 2014.

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