Sturmschäden im Norden Großbritanniens 

Video10. Dezember 2014, 16:06
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17.000 Haushalte im Westen Schottlands ohne Strom - Auch Sturmböen in Deutschland

London/Edinburgh - Der erste große Wintersturm der Saison 2014/2015 hat im Norden Großbritanniens erhebliche Schäden angerichtet. Auf mehreren Inseln im Westen von Schottland waren am Mittwoch mehr als 17.000 Haushalte ohne Strom, nachdem Blitzeinschläge Leitungen unterbrochen hatten.

Schulen und Kindergärten auf den Inseln westlich von Schottland und teilweise auch im Hochland blieben geschlossen. Zahlreiche Fährverbindungen mussten unterbrochen werden. Auch in Irland fielen einige Fähren aus. In Nordirland warnten Stromversorger vor möglichen Schäden am Leitungsnetz.

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Video aus Portstewart, Derry.

Der Wind fegte mit bis zu 100 Kilometern pro Stunde über das Land. Nach Angaben des Wetterdienstes Met Office soll sich der Sturm in den nächsten Tagen vom Norden Großbritanniens auf weitere Landesteile ausbreiten.

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Im Dezember 2013 hatten heftige Wintersturme Milliardenschäden in Großbritannien angerichtet. Große Teile der Küste waren überflutet, Zehntausende Haushalte blieben für Tage ohne Strom.

Sturmböen in Deutschland erwartet

Das ungewöhnlich starke Orkantief "Alexandra" über dem Atlantik dürfte auch Deutschland schwere Orkanböen bescheren. An der Nordseeküste und in den Mittelgebirgen erwarten Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) noch bis mindestens Freitag Stürme bis zur Windstärke 12. Selbst über das Flachland wird der Wind in den kommenden Tagen mit bis zu 70 Stundenkilometer hinwegfegen, so der DWD am Mittwoch.

Auf Helgoland wurde aufgrund des Sturmtiefs bereits am Mittwoch eine Windgeschwindigkeit von 104 Stundenkilometern gemessen, auf Sylt 97 und auf dem Brocken im Harz sogar 130. Auf der Nordsee bildeten sich Wellen von bis zu 15 Metern Höhe. (APA, 10.12.2014)

  • Meterhoch türmten sich die Wellen im Hafen Whitehaven an der Küste von Cumbia im Nordwesten Englands.
    foto: apa/epa/owen humphreys

    Meterhoch türmten sich die Wellen im Hafen Whitehaven an der Küste von Cumbia im Nordwesten Englands.

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