Ubuntu bringt schlankes Kernsystem für die Cloud

10. Dezember 2014, 13:51
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Einsatz vor allem als Basis für Docker-Anwendungen, Microsofts Azure bereits unterstützt

Bereits vor einigen Jahren hat Softwarehersteller Canonical mit Ubuntu Core eine minimale Variante der eigenen Linux-Distribution vorgestellt. Nun lässt man diese wiederauferstehen, und versucht dabei noch schlanker und flinker zu werden, wie das Unternehmen in einem Blog-Eintrag betont.

Basis

Die "Snappy Edition" von Ubuntu Core soll dabei vor allem als optimale Basis für den Einsatz von Anwendungscontainern positioniert werden. "Dies ist die kleinste, sicherste Plattform für den Docker-Einsatz, die es gibt", zeigt sich Firmengründer Mark Shuttleworth überzeugt.

celebrateubuntu

Die neue Ubuntu-Variante unterscheidet sich dabei in einigen Kernpunkten signifikant von den gewohnten Server- und Desktop-Ausgaben der Software. So wird hier das Sicherheits-Framework AppArmor eingesetzt, um sicherzustellen, dass sämtliche Anwendungen vollständig isoliert von einander laufen.

Snappy

Zusätzlich kommt mit Snappy eine eigene Lösung zur Softwareverwaltung zum Einsatz, die herkömmlich Ansätze wie apt ersetzt. Dabei bleiben Systembestandteile und Apps strikt getrennt, bei Updates werden nur die Unterschied zum vorherigen Stand ausgeliefert. Zudem kann jede Aktualisierung einfach rückgängig gemacht werden.

Test

Die neue Ubuntu-Core-Version ist rund 120 MByte groß, sie kann lokal in einer virtuellen Maschine mit Qemu/KVM ausprobiert werden. Zudem wird vom Start weg auch schon der Einsatz in Microsofts Cloud-Plattform Azure unterstützt, Support für Google Cloud, Amazon AWS und Openstack soll folgen. (apo, derStandard.at, 10.12.2014)

  • Ubuntu-Gründer Mark Shuttleworth.
    foto: canonical

    Ubuntu-Gründer Mark Shuttleworth.

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