Erschossener Tankstellenräuber: Polizeibericht fertig

10. Dezember 2014, 11:53
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Staatsanwaltschaft überprüft anhand des Abschlussberichts, ob nach Vorfall im Juli Anklage gegen Beamte erhoben wird

Neunkirchen/Wiener Neustadt - Nach dem Tod eines - verhinderten - Tankstellenräubers am 3. Juli in Neunkirchen durch Schüsse aus Polizeiwaffen liegt nun der Abschlussbericht der Exekutive zum Tathergang vor. Dieser werde derzeit überprüft, bestätigte Erich Habitzl, Sprecher der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt, am Mittwoch einen Bericht des ORF Niederösterreich. Danach soll entschieden werden, ob Anklage gegen die Beamten erhoben wird.

Wie lange die Überprüfung dauern wird, könne er noch nicht sagen, so Habitzl, die Untersuchung dürfte aber eher nicht bis Ende kommender Woche beendet sein. Laut ORF Niederösterreich bestätigt der Abschlussbericht die Aussagen der vier involvierten Polizisten. Für deren Verteidiger Nikolaus Rast stehe daher die Unschuld seiner Mandanten außer Zweifel. Der Anwalt habe bereits einen Antrag auf Einstellung des Verfahrens gestellt, hieß es.

Beamte mit Softgun bedroht

Der 21-Jährige war am 3. Juli ohne Beute von der Tankstelle in Wiener Neustadt mit dem Wagen seiner Mutter auf die B17 Richtung Neunkirchen geflüchtet. Im Zuge einer Alarmfahndung war ihm die Exekutive auf den Fersen, er ließ sich jedoch zunächst nicht anhalten. Als er dann kaum 100 Meter nach der Ortstafel der Bezirksstadt gestoppt wurde, bedrohte er die Beamten mit einer täuschend echtaussehenden Softgun, worauf diese schossen - der junge Mann sackte tödlich getroffen zusammen. Unter dem Fahrersitz im Auto wurde auch eine revolverähnliche CO2-Waffe sichergestellt, auf dem Beifahrersitz lag ein Fixiermesser. (APA, 10.12.2014)

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