Brent-Ölpreis leichter

10. Dezember 2014, 14:08
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Goldpreis gut behauptet

Der Ölpreis hat am frühen Mittwochnachmittag mit weiteren Abschlägen gegenüber dem Vortag tendiert. Gegen 14.00 Uhr kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) 62,91 Dollar und damit um 1,43 Prozent schwächer als am Dienstag. Der Future auf ein Barrel der Nordseesorte Brent wurde mit 66,06 Dollar gehandelt.

Damit befinden sich die Ölpreise weiterhin auf Talfahrt. Seit Juni hat sich Öl wegen eines weltweiten Überangebots um mehr als 40 Prozent verbilligt. Nun hat die US-Energiebehörde EIA ihre Prognose für den Anstieg des weltweiten Ölverbrauchs deutlich zurückgeschraubt, schreiben die Analysten der Commerzbank. Im kommenden Jahr soll die Nachfrage nur noch um 880.000 Barrel pro Tag steigen. Zuvor lautete die Prognose noch auf 1,12 Mio. Barrel pro Tag.

Auch die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) sieht 2014 und 2015 etwas weniger weltweiten Ölbedarf als zuletzt. Kommendes Jahr soll die Ölnachfrage um 1,12 Mio. Fass täglich auf 92,26 Mio. Barrel im Tagesschnitt klettern. Vor einem Monat ging sie noch von einem Anstieg um knapp 1,2 Mio. auf 92,3 Mio. Barrel täglich aus.

Die EIA hat überdies ihre Schätzungen für die Produktion reduziert. Für 2015 rechnet die EIA nur noch mit einem durchschnittlichen Produktionsniveau von 9,3 Mio. Barrel pro Tag, so die Commerzbank-Experten weiter. Bereits im Vormonat wurde die Prognose um 100.000 Barrel pro Tag gekappt.

Das Gold-Vormittagsfixing in London lag bei 1.228,25 Dollar und damit gut behauptet zum Dienstagnachmittags-Fixing von 1.227,00 Dollar. Damit konnte das Edelmetall seine gestrigen Zuschläge weitgehend verteidigen. Am Dienstag war Gold noch bis auf ein Sieben-Wochen-Hoch von 1.240 Dollar geklettert.

Auch Silber konnten im Windschatten von Gold deutlich Terrain zulegen. Fallende Aktienmärkte, ein schwacher US-Dollar sowie Sorgen um die politische Lage in Griechenland sorgten für Auftrieb bei den Edelmetallen, kommentierten die Experten der Commerzbank. Die überraschend vorgezogenen Neuwahlen des griechischen Präsidenten schüren laut Marktteilnehmern Ängste, dass die Wahl scheitern und das Land damit ins Chaos gestürzt werden könnte. (APA, 10.12.2014)

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