Burgschauspieler Florian Liewehr gestorben

9. Dezember 2014, 11:10
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Debütierte 1967 am Haus und spielte über 80 Rollen - Zuletzt 2002 in Brandauers "Hamlet" zu sehen

Wien - Burgschauspieler Florian Liewehr ist am Montag im Alter von 69 Jahren unerwartet verstorben. Das teilte das Burgtheater am Dienstag in einer Aussendung mit. Der Kammerschauspieler war der Sohn des Burgschauspielers Fred Liewehr und der Staatsopernsängerin Martha Rohs.

Florian Liewehr wurde am 3. August 1945 in Seefeld/Tirol geboren. Nach einem ersten Engagement durch Burgtheaterdirektor Ernst Haeusserman im Jahre 1967 folgte 1970 sein Festengagement am Haus. Er debütierte in Walter Hasenclevers Lustspiel "Ein besserer Herr", inszeniert von Boy Gobert, in der Rolle des Harry Compass mit Klaus Jürgen Wussow als Partner. Noch in derselben Spielzeit folgten der Ferdinand in Goethes "Egmont" und der Bulanow in Ostrowskijs "Der Wald".

Florian Liewehr verkörperte in den folgenden Jahren über 80 Rollen, darunter Bushy in Shakespeares "Richard II" (Regie: Gerhard Klingenberg), Paul Kreindl in Arthur Schnitzlers "Das weite Land" (Regie: Otto Schenk) oder Herzog von Norfolk in "Richard III" (Regie: Claus Peymann). Zuletzt stand er 2002 als Gutsbesitzer Jewgenij Appolonytsch Milonow in Ostrowskijs "Der Wald" in der Regie von Tamas Ascher und als Osrick in Shakespeares "Hamlet" in der Regie von Klaus Maria Brandauer auf der Bühne. Florian Liewehr war auch als Sprecher tätig und in Film und Fernsehen zu sehen. (APA, 9.12.2014)

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