Russland: USA streben Machtwechsel in Moskau an

8. Dezember 2014, 22:12
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"Weitere Verschlechterung der Beziehungen möglich"

Moskau - Russland hat den USA vorgeworfen, mit ihrer Sanktionspolitik wegen des Ukraine-Konflikts einen Machtwechsel in Moskau anzustreben. Die USA seien zugleich damit beschäftigt, im Zuge eines "Informationskrieges" unter ihren Verbündeten eine breite "antirussische Front" aufrechtzuerhalten. Möglich sei eine weitere Verschlechterung der Beziehungen, sagte Rjabkow.

Zwar werde offiziell das Ziel genannt, Russland zum Kurswechsel in der Ukraine-Politik zu bewegen, sagte Vizeaußenminister Sergej Rjabkow am Montag in Moskau.

Machtwechsel als Ziel

"Praktisch wird aber nicht einmal das Ziel verhüllt, die sozial-wirtschaftlichen Bedingungen für einen Machtwechsel in Russland zu schaffen", sagte er der Agentur Interfax zufolge bei der Anhörung der Staatsduma zum Thema "Russland - USA: Zeitweise Konfrontation oder ein neuer "Kalter Krieg"?"

"Dabei zieren sich die Amerikaner im Zuge der fortbestehenden Kontakte aber nicht, auf einer Zusammenarbeit mit uns bei jenen Themen zu bestehen, die ihre Interessen berühren", sagte der Diplomat. Als Beispiel nannte er das umstrittene iranische Atomprogramm.

"Wir sind bereit, ein Gleichgewicht der Interessen zu suchen (...), wo das möglich ist", sagte der Vizeaußenminister. In grundlegenden Fragen jedoch werde Russland nicht nachgeben. (APA, 8.12.2014)

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