Ligety triumphiert in Beaver Creek-RTL - Hirscher 3., Raich 4.

7. Dezember 2014, 22:56
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US-Amerikaner gewinnt 24. Weltcuprennen vor Pinturault und Hirscher

Ted Ligety ist zurück. Nur zwei Wochen nach seinem Handbruch gewann der US-Weltmeister am Sonntag zum Abschluss der WM-Generalprobe in Beaver Creek den Riesentorlauf 0,18 Sek. vor Alexis Pinturault sowie 0,60 vor dem Österreicher Marcel Hirscher. Halbzeit-Leader Benjamin Raich musste sich nach einem fehlerhaften Finale mit Platz vier begnügen.

Der Tiroler war auf dem von seinem älteren Bruder Florian mit 56 Toren und 53 Richtungsänderungen flüssig gesetzten ersten Durchgang zu seiner ersten RTL-Halbzeitführung seit fünfeinhalb Jahren gefahren. Zuletzt war dem 36-Jährigen das im März 2009 in Aare gelungen, dort hatte er auch sein letzten Riesenslalom-Sieg geholt.

Diesmal aber war in der Entscheidung schon früh klar, dass der 37. Weltcupsieg, mit dem der Pitztaler mit seiner Lebensgefährtin Marlies Schild gleichgezogen hätte, außer Reichweite ist. "Ich habe mir vom Start weg schwergetan, bin nicht richtig reingekommen. Habe einfach die Spur nicht so getroffen", sagte Raich, ohne der Piste die Schuld geben zu wollen.

Raich wähnt das WM-Ticket noch weit weg

Wieder einmal geführt zu haben, fühle sich großartig an. "Das WM-Ticket ist aber noch weit weg. Ich möchte mich auf jeden Fall empfehlen", sagte Raich, nachdem ihm in der Entscheidung nur noch die 23. Zeit gelungen war. In seiner umfangreichen Sammlung von vierten Plätzen hat Raich jetzt einen mehr.

Hirscher wiederum hatte sich sechs Wochen nach seinem Sieg beim Gletscher-Auftakt in Sölden mit 24 Hundertstel Rückstand auf Raich als Halbzeit-Dritter zunächst die Lauerposition erobert. Im Finale wurde der Salzburger trotz 17. Zeit nur noch von Ligety überholt und war dementsprechend zufrieden.

"Wenn man den Platz gehalten hat, muss man zufrieden sein", sagte der Slalom-Weltmeister, der erklärte, sehr viel riskiert zu haben. "Ligety ist einfach eine Macht. Das habe ich schon in Sölden gesagt. Nur weil ich dort ein Rennen gewinne, ist Ligety nicht weg vom Fenster. Über einen dritten Platz darf ich nicht klagen", gab sich Hirscher zufrieden. "Sölden war eisig und steil, hier ist amerikanischer Schnee. Das eine liegt mir besser, das andere dem Ted."

Der Geschmack des Heimspiels

In etwas mehr als zwei Monaten gibt es dieses Duell als Kampf um WM-Medaillen wieder. Darauf freut sich auch Ligety bereits. "Jeder Sieg ist cool. Aber vor Heimpublikum zu gewinnen, ist besonders süß", sagte der 30-jährige Amerikaner aus Salt Lake City, der in Sölden nur auf Platz zehn gelandet war und sich vor zwei Wochen in der linken Hand mehrere Knochen gebrochen hat.

Am Sonntag ließ der Schladming-Weltmeister aber schon wieder den RTL-Champion heraushängen. Die fünftbeste Laufzeit im Finale reichte bei strahlendem Sonnenschein zum 24. Weltcupsieg. Dem 23. im Riesenslalom und seinem bereits vierten in Folge in Beaver Creek. Insgesamt war es sein bereits fünfter im einstigen "Wohnzimmer" von Hermann Maier, der auf der Raubvogelpiste hier mit insgesamt acht Siegen noch immer die Nummer eins ist. (APA, 7.12.2014)

  • Ligety liegt lässiger auf den Latten.
    foto: ap

    Ligety liegt lässiger auf den Latten.

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