WAC und Rapid stolpern übereinander

7. Dezember 2014, 18:40
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Kein Sieger bei müder Partie - WAC-Vorsprung auf Sturm schrumpft, Rapid nun Fünfter - Seebacher und Schwab treffen

Rapid kann in Wolfsberg einfach nicht gewinnen. Die Hütteldorfer trennten sich am Sonntag zum Abschluss der 18. Runde sowie der Hinrunde der Fußball-Bundesliga vom WAC 1:1 (0:0). Die Kärntner sind damit schon sieben Runden sieglos, liegen aber nach wie vor auf Rang zwei - zwei Punkte vor Sturm Graz und drei Zähler vor Aufsteiger Altach. Dem Fünften Rapid fehlen weiter vier Punkte auf den WAC.

Die bis zu dem Zeitpunkt völlig harmlosen Hausherren gingen in der 65. Minute durch Rene Seebacher überraschend in Führung. Stefan Schwab (70.) sicherte den klar torgefährlicheren und spielbestimmenden Wienern aber mit dem 1.000. Auswärtstor Rapids in der Bundesligageschichte zumindest noch einen Punktgewinn. Der erste Erfolg in der Lavanttal-Arena blieb den Wienern damit verwehrt, in fünf Anläufen hat es für sie zwei Remis und drei Niederlagen gegeben. Für die Kärntner war es das zweite Remis gegen einen Topclub in Folge, nach dem 2:2 vergangene Woche in Salzburg.

Schwaches Spiel

Die letzte Partie der Liga-Hinrunde blieb vor allem in den ersten 45 Minuten vieles schuldig. Die Rapidler hatten mehr Ballbesitz und auch ein Chancenplus, schafften es aber nur sehr selten spielerisch zu glänzen. So war es wenig verwunderlich, dass die gefährlichste Aktion beinahe ein Eigentor mit sich gebracht hätte. Eine Standfest-Rückgabe konnte WAC-Tormann Alexander Kofler aber gerade noch über die Latte drehen (7.). Florian Kainz wurde zweimal mit Schüssen gefährlich, verfehlte aber sowohl aus rund elf Metern (22.) als auch von außerhalb des Strafraums (45.) knapp das Gehäuse.

Die Kärntner agierten in der Defensive taktisch geschickt, machten die Außenseiten dicht, konnten sich im Spiel nach vorne aber überhaupt nicht in Szene setzen. Ein Standfest-Volleyschuss, der doch klar drüber ging (39.) war die einzige zumindest halbwegs gute Chance. Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie zumindest etwas an Fahrt auf. Die Kärntner wurden etwas aktiver, die Wiener blieben aber deutlich gefährlicher. Thomas Schrammel traf nach Schaub-Hereingabe, der von einem katastrophalen Fehlpass von Michael Sollbauer profitierte, die Stange, im zweiten Versuch scheiterte Kainz aus spitzem Winkel an Kofler (50.).

WAC eiskalt

In Führung gingen aber die Hausherren und das aus dem Nichts. Eine Palla-Flanke konnte der von Tadej Trdina bedrängte Jan Novota nur kurz abwehren, auch Max Hofmann konnte per Kopf nicht entscheidend klären, und so reagierte Seebacher am Schnellsten und traf volley aus kurzer Distanz zum 1:0 (65.). Die Hütteldorfer ließen sich von dem Rückschlag aber nicht beirren und gaben schnell die richtige Antwort. Nach Schrammel-Flanke gewann Schwab das Kopfballduell mit Palla und beförderte den Ball in die Maschen. Es war die zweite Kopfball-Topchance des Ex-Admiraners innerhalb kurzer Zeit, drei Minuten vorher hatte er den Ball nach Hofmann-Ecke noch völlig frei stehend hauchdünn neben das Tor gesetzt.

In der Schlussphase drängten die Gäste vor den Augen von ÖFB-Teamchef Marcel Koller auf den Sieg, es fehlte aber weiter die nötige Effizienz. Kofler hielt den Punkt mit zwei Glanzparaden für die Kärntner fest, bei einem Kopfball des kurz zuvor eingewechselten Deni Alar (90.) sowie einem Abschluss aus bester Position von Kainz (92.). Rapid ist damit gegen den WAC diese Saison unbesiegt, im Happel-Stadion hatten sie klar 3:0 gewonnen. (APA, 7.12.2014)

Fußball-Bundesliga (18. Runde):

WAC - SK Rapid Wien 1:1 (0:0)

Wolfsberg, Lavanttal-Arena, 5.250, SR Drachta.

Torfolge: 1:0 (65.) Seebacher

1:1 (70.) Schwab

WAC: Kofler - M. Berger, Sollbauer, Drescher, Palla - Standfest, Hüttenbrenner - Seebacher, Jacobo (86. Kerhe), Wernitznig (76. Silvio) - Trdina (94. Seidl)

Rapid: Novota - Pavelic, Sonnleitner, M. Hofmann, Schrammel - Petsos, Schwab (79. Wydra) - Schaub, S. Hofmann, F. Kainz - Beric (87. Alar)

Gelbe Karten: Jacobo, Seebacher bzw. Schwab

  • Spätherbstfußball.
    foto: apa

    Spätherbstfußball.

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