Nordkorea: Sony-Hack war eine "gerechte Tat"

7. Dezember 2014, 13:59
18 Postings

Lehnt Verantwortung für Hackerangriff allerdings trotzdem ab - KCNA: Falsche Gerüchte von Südkorea verbreitet

Nach einem verheerenden Hackerangriff auf den Elektronikkonzern Sony hat die nordkoreanische Führung jede Verantwortung von sich gewiesen. Entsprechende Gerüchte würden von Südkorea verbreitet und seien falsch, hieß es am Sonntag in einem Beitrag der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA.

Kritik

Zugleich wurde darin das Hollywood-Studio Sony Pictures Entertainment erneut für den Film "The Interview" kritisiert. In der Komödie, die ab dem 25. Dezember in US-Kinos zu sehen ist, geht es um fiktive CIA-Pläne zur Ermordung von Staatschef Kim Jong-un.

Gerecht?

Die Regierung in Pjöngjang hatte den Film bereits als "Kriegshandlung" bezeichnet. Nun hieß es, Nordkorea "fordert die Welt auf", das Land gegen den Film zu verteidigen. Der Angriff auf Sony könne insofern eine "gerechte Tat" von Unterstützern und Sympathisanten des Landes gewesen sein, die es in der ganzen Welt gebe, spekuliert KCNA.

Umfassend

Durch den Hackerangriff kamen etliche interne Firmendaten an die Öffentlichkeit, etwa Gehaltslisten und Sozialversicherungsnummern von Angestellten. Zudem wurde praktisch das gesamte interne Computernetzwerk von Sony Pictures lahmgelegt. (red/Reuters, 7.12.2014)

  • Es ist nicht das erste Mal, dass Nordkorea von Hollywood auf die Schippe genommen wird. Bei "Team America: World Police" war noch Kim Jong-Il das Ziel des Spotts.
    foto: paramount pictures

    Es ist nicht das erste Mal, dass Nordkorea von Hollywood auf die Schippe genommen wird. Bei "Team America: World Police" war noch Kim Jong-Il das Ziel des Spotts.

Share if you care.