Schweiz unterzeichnet Forschungsabkommen mit EU

6. Dezember 2014, 11:31
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Zusammenarbeit bei 2020-Strategie, EURATOM und Kernfusionsprojekt ITER

Brüssel - Die EU und die Schweiz haben am Freitag in Brüssel ein Abkommen unterzeichnet, mit dem die Eidgenossen auf Forschungsebene eingebunden werden. Dies betrifft sowohl den betreffenden Teil der EU-2020-Strategie als auch das Forschungs- und Ausbildungsprogramm von EURATOM und dem Fusionskraftwerk-Versuchsprojekt ITER. Die Schweiz trägt zu diesen Programmen rund 400 Millionen Euro ein.

Zunächst läuft die Beteiligung der Schweiz bis Ende 2016. Der weitere Verlauf hängt dann davon ab, wie die Schweiz die Frage der Personenfreizügigkeit bis Februar 2017 gelöst hat - die nach der Volksbefragung "Gegen Masseneinwanderung" im Februar virulent wurde. Im positiven Fall wird die Kooperation bis zum Auslaufen der "Horizont 2020"-Strategie fortgesetzt. Ansonsten läuft das Abkommen automatisch aus.

EU-Forscher würden durch das heutige Abkommen vom Zugang zu den ausgezeichneten Schweizer Forschungsstätten und -einrichtungen profitieren, freute sich am Freitag der zuständige EU-Kommissar Carlos Moedas: "Darüber hinaus erneuert die Schweiz mit dem Abkommen ihre Bindung an unsere seit langem bestehende und fruchtbringende Kollaboration." (APA, derStandard.at, 6. 12. 2014)

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