Austria erwartet Red Bull Salzburg

5. Dezember 2014, 14:53
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Baumgartner hofft auf Damari-Comeback im Frühjahr - Meister nimmt 200. Sieg in Red-Bull-Ära ins Visier

Wien/Salzburg - Die Austria hat vor dem Liga-Hit gegen Salzburg eine denkbar schlechte Nachricht zu verdauen. Mit Omer Damari erkrankte der beste Torschütze der Wiener an Pfeifferschem Drüsenfieber. Für den Israeli ist das Jahr damit sportlich beendet. Beim Meister bangte man vor dem Ausklang der Herbstmeisterschaft in der Generali Arena am Samstag (16.00 Uhr) indes um den erkrankten Toptorjäger Jonatan Soriano.

Der Spanier hatte am Freitag trainingsfrei und machte auch die Reise nach Wien nicht mit. Soriano, der mit 19 Treffern überlegen die Torschützenliste anführt, könnte aber am Matchtag noch nachreisen. Die bereits als Herbstmeister feststehenden Salzburger liegen vor der 18. Runde an der Tabellenspitze zwölf Zähler vor der sechstplatzierten Austria. Die Mozartstädter peilen den 200. Bundesliga-Sieg in der seit 2005 währenden Red-Bull-Ära des Vereins an.

Hoffen auf Rückkehr von Damari im Frühjahr

Bei der Austria drehte sich vor dem Spiel alles um den an Pfeifferschem Drüsenfieber erkrankten Stürmer. Fix ist, dass Damari für die zwei Heimspiele gegen Salzburg und Grödig ausfällt. In beiden Partien geht es für die Violetten um wichtige Zähler, um den Anschluss an die vorderen Ränge nicht zu verlieren. "Ich hoffe, dass es so ist wie unser Arzt sagt und er im Jänner wieder ins Training einsteigen kann", hoffte Baumgartner. Sein Schützling wird nun vorerst in Wien bleiben, ehe er in den Weihnachtsurlaub nach Israel aufbricht.

Wer den achtfachen Saisontorschützen gegen den Titelverteidiger vertritt, ist offen. Es gebe laut Baumgartner die Möglichkeit, den Platz mit einem "dynamischen Mittelfeldspieler" zu füllen. Diese Variante scheint naheliegend, drängten sich Roman Kienast und Ola Kamara in den letzten Wochen doch nicht unbedingt auf. Kienast bemängelte gegenüber "Sky" mangelnde Kommunikation mit seinem Trainer. "Er hat in den letzten Wochen mehr Liebe von mir bekommen, deshalb wundern mich seine Aussagen", meinte Baumgartner dazu.

Salzburg brennt auf den Sieg

Gegen Salzburg sorgte die Austria in dieser Saison bereits für eine Überraschung. In einer schlechten Phase des Europa-League-Teilnehmers entführten die Favoritner Ende September mit einem 3:2 in einem "hochdramatischen Spiel" (Baumgartner) alle drei Zähler aus Wals-Siezenheim. Es war der zweite Sieg der Austria gegen Salzburg in Folge nach dem 3:0 in Wien im Frühjahr. Insgesamt sieht die Bilanz der Wiener schlecht aus. In den jüngsten 17 Duellen siegte Salzburg bei drei Niederlagen achtmal.

"Jetzt haben wir Gelegenheit zur Revanche. Die Mannschaft ist brennheiß auf den Sieg, wir brauchen aber eine bessere Leistung als zuletzt gegen den WAC", betonte Salzburgs Trainer Adi Hütter. Beim 2:2 gegen die Kärntner gelang erst im Finish durch zwei Soriano-Elfer der Punktgewinn. "Wir sind gefordert, die zwei verlorenen Punkte gegen den WAC zurückzuholen", forderte Hütter. Außenverteidiger Christian Schwegler zeigte sich diesbezüglich auch selbstkritisch: "Wir müssen alles in die Waagschale werfen. Das haben wir zuletzt nicht gemacht."

Hütter schätzt Austria

Den Ausfall von Damari bezeichnete Hütter als "sicher keinen Nachteil" für seine Mannschaft. Den Gegner schätzte der vor seinem Engagement auch in Wien hoch im Kurs gestandene Vorarlberger ohnedies besser ein, als der Tabellenrang aussagt. "Ich hätte vor der Saison geglaubt, dass die Austria ganz vorne mitspielen wird", erklärte Hütter.

Beide Teams sind aufgrund der jüngsten Ergebnisse gut in Form. Salzburg holte in den letzten acht Runden bei nur einer Niederlage in Altach fünf Siege. Die Austria verpasste durch den späten Gegentreffer beim 1:1 in Ried in der Vorwoche den dritten Sieg in Serie. "Für mich zeigt die Formkurve der letzten Spiele nach oben", betonte Baumgartner. Er meint das Rezept gegen den Meister zu kennen: "Wir müssen hinten gut stehen, die Mitte zumachen und in der Offensive so agieren, dass wir Salzburg weh tun." Auch ohne Damari. (APA, 5.12.2014)

FK Austria Wien - FC Red Bull Salzburg (Wien, Generali Arena, Samstag, 16.00 Uhr, SR Harkam). Bisheriges Saisonergebnis: 3:2 (a). Ergebnisse 2013/14: 1:5 (a), 1:2 (h), 0:4 (a), 3:0 (h).

Austria: Lindner - F. Koch, Sikov/Ramsebner, Rotpuller, Suttner - Holland, M. Leitgeb - Meilinger, Grünwald, Royer - Gorgon

Ersatz: O. Hadzikic - Ortlechner, Larsen, Serbest, De Paula, Mader, Kamara, Kienast, Kvasina

Es fehlen: T. Salamon (gesperrt), Damari (an Pfeifferschem Drüsenfieber erkrankt), Horvath (Adduktorenprobleme), Harrer (nach Bänderriss)

Fraglich: Sikov (Rückenprobleme)

Salzburg: Gulacsi - Schwegler, Ramalho, Hinteregger, Ulmer - Ilsanker - C. Leitgeb, Bruno, Kampl - Soriano/Sabitzer - Alan

Ersatz: Walke - Schmitz, Ankersen, Laimer, Keita, Caleta-Car, Roguljic

Es fehlen: Schiemer (Verletzung im Beckenbereich), Quaschner (Muskelbündelriss im Oberschenkel), Berisha (nach Kreuzbandriss), Rodnei (Adduktorenprobleme), Vorsah (Knieverletzung), Lazaro (Muskelverletzung)

Fraglich: Soriano (nach Erkrankung)

  • Salzburgs Trainer Adi Hütter ist in seinen Ansprüchen glasklar.
    foto: apa/scheriau

    Salzburgs Trainer Adi Hütter ist in seinen Ansprüchen glasklar.

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