Pekinger Küche: Die dunkle Seite des Tiers

Ansichtssache8. Dezember 2014, 12:00
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Die Kantonesen mögen von anderen Chinesen dafür verspottet werden, wirklich alles zu essen - sie sind bei dessen Zubereitung aber meiner Erfahrung nach so geschickt, dass auch wirklich alles ziemlich gut schmeckt. Hühnerfüße, Zikaden oder Fischhäute sind ganz köstlich, wenn sie nur richtig zubereitet werden. Auch als Westler ist es daher relativ leicht, in Kanton zu schlemmen. Wenn Sie wirklich herausfordernde Speisen suchen, kommen Sie nach Peking.

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foto: tobias müller

Die Bewohner Südchinas blicken verächtlich auf die rohe, grobe Küche der nördlichen Hauptstadt: Die Würze ist vergleichsweise einfallslos, es fehlt die Schärfe Sichuans, die Süße Schanghais oder die Säure von Guizhou. Die Knödel sind hier teigiger und weniger delikat als im Süden, die Suppen mit mehr Stärke gebunden. Und zugewanderte Westler, selbst die hartgesottenen, erzählen erschaudernd von bestimmten Spezialitäten der Stadt.

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