Presserat rügt "Österreich" für Bericht über Tod von Robin Williams

5. Dezember 2014, 12:18
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Tageszeitung verstieß gegen Persönlichkeitsschutz - "Grenzen bei der Suizidberichterstattung" nicht eingehalten

Wien - Die Tageszeitung "Österreich" hat wieder einmal gegen den Ehrenkodex der österreichischen Presse verstoßen. Grund für die Rüge des Presserats war die Berichterstattung über den Tod des Schauspielers Robin Williams. Mit der Schlagzeile "Selbstmord aus Geldnot" sowie dem dazugehörigen Artikel habe "Österreich" den Persönlichkeitsschutz des Betroffenen verletzt sowie die Grenzen bei der Suizidberichterstattung überschritten, wie am Freitag mitgeteilt wurde.

Der Hollywood-Star war im August tot in seinem Haus aufgefunden worden, eine Untersuchung hat im November schließlich Suizid als Ursache bestätigt. Im Artikel, der am 14. August in "Österreich" erschienen ist, wurde über die Gründe des Selbstmordes spekuliert sowie die Art und Weise detailliert geschildert.

Die genaue Schilderung der Suizidmethode birgt laut Senat die Gefahr, dass andere Menschen, die suizidgefährdet sind, die Methode nachahmen. Je weniger Details über einen Suizid veröffentlicht werden, desto geringer ist die Gefahr der Nachahmung.

Der Presserat hat das Verfahren aus eigener Wahrnehmung eingeleitet. Von der Möglichkeit, daran teilzunehmen bzw. eine Stellungnahme abzugeben, hat die Medieninhaberin von "Österreich" nicht Gebrauch gemacht. Bis dato hat sich "Österreich" nicht der Schiedsgerichtsbarkeit des Presserates unterworfen. (APA, red, 5.12.2014)

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