Doppelmayr-Seilbahnnetz in Bolivien komplett

5. Dezember 2014, 11:19
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Die dritte und letzte Verbindung des angeblich größten urbanen Seilbahnnetzes der Welt wurde seiner Bestimmung übergeben

Wolfurt/La Paz - Boliviens Präsident Evo Morales hat am Donnerstag die dritte und letzte Verbindung des angeblich größten urbanen Seilbahnnetzes der Welt in La Paz eröffnet. Die drei Seilbahnen mit einer Gesamtlänge von etwa 10,4 Kilometer verbinden die Hauptstadt mit der Großstadt El Alto. Die ersten zwei Bahnen hätten bereits alle Erwartungen übertroffen, informierte am Freitag der Seilbahnhersteller Doppelmayr.

Für das Vorarlberger Unternehmen ist das Projekt in Bolivien einer der größten Aufträge der Firmengeschichte. Angaben zum Geschäftsvolumen machte Doppelmayr nicht, Medienberichten zufolge wurden für die Finanzierung des Vorhabens aber 234 Mio. Dollar (181,2 Mio. Euro) aufgewendet.

Die rote Linie ("Linea Roja") wurde am 30. Mai eröffnet, die gelbe Linie ("Linea Amarilla") am 15. September. Auf diesen beiden Verbindungen seien bereits mehr als acht Millionen Fahrten absolviert worden. "Sie werden von der Bevölkerung hervorragend angenommen", hieß es bei Doppelmayr. Mit der nun eröffneten, 3,7 Kilometer langen grünen Linie ("Linea Verde") ist das Seilbahn-Netz komplett. Sie erschließt den Südteil von La Paz und transportiert 3.000 Personen pro Richtung und Stunde. Ihre Bergstation schließt direkt an die Talstation der gelben Linie an.

Die drei Seilbahnen mit insgesamt elf Stationen sollen maßgeblich dem täglichen Verkehrskollaps auf den Straßen des 1,8 Mio. Einwohner-Ballungsraums La Paz-El Alto entgegenwirken. Beträgt die Fahrzeit per Bahn zwischen zehn und knapp 17 Minuten, kann die Fahrt mit dem Auto auch leicht bis zu einer Stunde in Anspruch nehmen. (APA, 5.12.2014)

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