"Halo"-Entwickler erhielt dutzende Morddrohungen wegen Bugs im Spiel

5. Dezember 2014, 11:03
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Die Fehler in "The Master Chief Collection" sind auch für die Schöpfer kein Spaß

"Halo: The Master Chief Collection" ist eines von mehreren Blockbuster-Games, die dieses Jahr in mangelhaftem Zustand veröffentlicht wurden. Microsofts Hersteller 343 Industries arbeitet auch Wochen nach der Veröffentlichung noch daran, vor allem Verbindungsfehler beim Online-Modus zu beseitigen. Eine unschöne Situation, nicht nur für zahlende Kunden, sondern auch für die unter Zeitdruck produzierenden Entwickler selbst.

Persönliche Anfeindungen

Wie "Halo"-Franchise-Director Frank O’Connor Anfang des Monats in einem Forenbeitrag auf NeoGAF erklärte, habe er sich dieser Tage nur wenig persönlich zu Wort gemeldet, um persönlichen Anfeindungen aus dem Weg zu gehen. "Ich poste aus mehreren Gründen nicht viel. Erstens bin ich zu beschäftigt damit, das Spiel zu reparieren. Der zweite Grund sind gut einige Dutzend ernstzunehmende Morddrohungen", schreibt O'Conner. "Ich persönlich glaube ihnen nicht, aber es ist besser, auf Nummer sicher zu gehen."

Kommunikation aufrecht

O'Connor zufolge habe man sich deshalb dazu entschieden, nicht persönlich auf Beschwerden einzugehen, sondern die Kommunikation auf Halo Waypoint zu bündeln. In einer vorangegangenen Entschuldigung des leitenden Entwicklers hieß es, dass "viele kleine Probleme mit einem einzigen, größeren Problem zu tun haben, dass sich nicht zeigte, bevor wir online waren". (zw, derStandard.at, 5.12.2014)

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    foto: microsoft
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