"Ironimus" Gustav Peichl verabschiedet sich von der "Presse"

5. Dezember 2014, 09:03
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Architekt zeichnete unter Pseudonym mehr als 60 Jahre Karikaturen zum Zeitgeschehen

Wien - Mit "Ironimus"-Zeichnungen quer durchs Blatt verabschiedet sich "Die Presse" am Freitag von Architekt Gustav Peichls Zitterstrich als Karikaturist. Medien- und Kulturminister Josef Ostermayer half der Zeitung heute beim Abschied feiern.

Peichl (86) kommentierte mit seinen Karikaturen mehr als 60 Jahre das Zeitgeschehen.

"Was kann Karikatur? Es geht um schwarze Striche auf weißem Papier. Aber ist Karikatur in der Lage, eine komplexe Welt, die auch viele Grautöne hat, widerzuspiegeln? Ich denke, Gustav Peichl hat das geschafft", sagte Bundesminister Josef Ostermayer anlässlich der Präsentation des Buches "Gustav Peichl, Ironimus: Das Wunder Österreich - Geschichten und Karikaturen aus 60 Jahren" im Kongresssaal im Bundeskanzleramt.

Rainer Nowak, Chefredakteur der "Presse" sagte in seiner Laudatio: "Er hat uns Innenpolitik-Journalisten eigentlich überflüssig gemacht. Wenn man seine gezeichneten Bilder betrachtet, versteht man die Geschichte dazu."

Der in Wien geborene Architekt und Autor Gustav Peichl arbeitete seit 1954 als Karikaturist unter dem Pseudonym Ironimus, unter anderem für "Die Presse", die "Süddeutsche Zeitung" und den ORF. Ironimus' Werke sind beispielsweise im Karikaturmuseum in Krems an der Donau vertreten. (red, derStandard.at, 5.12.2014)

  • "Presse" verabschiedet sich Freitag von ihrem langjährigen Zeichner "Ironimus"
    foto: red

    "Presse" verabschiedet sich Freitag von ihrem langjährigen Zeichner "Ironimus"

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