Die Torlinientechnik ist beschlossene Sache

4. Dezember 2014, 14:59
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Die deutschen Bundesligisten haben sich für die Einführung entschieden. Die Zweidrittel-Mehrheit wurde erreicht

Frankfurt/Main - Phantomtore ade, das "Falkenauge" entlarvt künftige Schiedsrichter-Torheiten: Die Bundesligisten haben am Donnerstag im zweiten Anlauf die Einführung der Torlinientechnik beschlossen und damit für eine Revolution im deutschen Fußball gesorgt. Bei der Abstimmung der Klubs in Frankfurt/Main über das technische Hilfsmittel wurde die erforderliche Zweidrittel-Mehrheit sogar deutlich übertroffen - 15 der 18 Klubs stimmten dafür, nur drei waren dagegen.

"Ich glaube, dass es für den deutschen Fußball ein Schritt nach vorne und eine Hilfe für die Schiedsrichter ist", sagte Ligaverbands-Präsident Reinhard Rauball.

Die Technik soll zur kommenden Saison und ausschließlich in der Eliteklasse eingeführt werden. Bei der Frage nach dem System hatte sich der Ligavorstand bereits im Vorfeld für das aus dem Tennis bekannte britische Hawk-Eye-System (englisch für Falkenauge) entschieden.

150.000 bis 180.000 Euro pro Saison und Verein

Das auf Hochgeschwindigkeits-Kameras basierende System, das seit dem vergangenen Jahr in der englischen Premier League eingesetzt wird, soll zwischen 150.000 und 180.000 Euro pro Saison und Verein kosten.

Der Entscheidung zugunsten der Technik wird sich nun auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) anschließen. Das seit langer Zeit von den Schiedsrichtern geforderte Hilfsmittel wird ab den Viertelfinals im DFB-Pokal zum Einsatz kommen.

Bei der zurückliegenden Versammlung im März war die Zweidrittel-Mehrheit noch deutlich verfehlt worden. Auch diesmal stand im Vorfeld der Versammlung ein Scheitern der Einführung im Raum. Zahlreiche Klubs hatten sich zunächst gegen die Technik ausgesprochen, einige Vereinsbosse waren von einem erneuten Votum gegen das Hilfsmittel überzeugt. (sid, 4.12.2014)

  • Die Waffe gegen Phantomtore.
    foto: reuters/hanai

    Die Waffe gegen Phantomtore.

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