US-Wirtschaft läuft wie am Schnürchen

4. Dezember 2014, 07:32
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Mancherorts haben es Arbeitgeber mittlerweile schon wieder schwer, Personal in Schlüsselpositionen zu halten

Washington - Während in Europa verzweifelt auf das Anspringen des Wachstums gewartet wird, läuft es in den USA vergleichsweise rund. Alle jüngeren Indikatoren hatten bereits darauf hingewiesen, dass die US-Wirtschaft wieder gut läuft. Nun belegt auch die aktuelle Einschätzung der US-Notenbank Federal Reserve, dass sie gut in Schuss ist. Sie habe auch im Oktober und November zugelegt, heißt es in dem am Mittwoch vorgelegten Konjunkturbericht der Fed. Er ist an den Finanzmärkten als "Beige Book" bekannt. Die Verbraucher profitierten von den niedrigen Benzinpreisen. In den meisten Bezirken der Fed habe der private Konsum daher weiter angezogen. Zudem begünstigte ein früher Kälteeinbruch in Teilen der USA den Verkauf von Winterkleidung. Eine Reihe von Fed-Bezirken schaue optimistisch auf die Wirtschaftsentwicklung, heißt es in dem Bericht.

Auch am Arbeitsmarkt habe sich die Lage weiter verbessert. Mancherorts haben es Arbeitgeber demnach mittlerweile schwer, Personal in Schlüsselpositionen zu halten. Auch gebe es in manchen Bereichen schon Probleme, offene Stellen zu besetzen - beispielsweise Jobs für IT-Fachkräfte oder im Gesundheitswesen.

Geldpolitik

An den Finanzmärkten spielt die Einschätzung der Wirtschaftslage durch die Fed eine wichtige Rolle, die mit ihrer Geldpolitik Vollbeschäftigung fördern soll. Die US-Konjunktur ist nach mehreren Krisenjahren mittlerweile wieder gut in Schwung gekommen. Die Wirtschaftsleistung legte im Sommer aufs Jahr hochgerechnet um 3,9 Prozent zu.

Die Notenbank macht ihren weiteren geldpolitischen Kurs von der Entwicklung der Wirtschaft abhängig. Experten erwarten trotz des Aufschwungs jedoch nicht, dass sie vor September 2015 an der Zinsschraube dreht. Die Fed hält den Leitzins bereits seit Ende 2008 auf dem historisch niedrigen Niveau von null bis 0,25 Prozent. Insbesondere die stagnierenden Löhne und die noch immer hohe Zahl von Langzeitarbeitslosen ist den Notenbankern ein Dorn im Auge. (APA/red, derStandard.at, 4.12.2014)

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