"Super Smash Bros. for Wii U" im Test: Pure Schadenfreude

5. Dezember 2014, 09:42
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Fans dürfen sich über das vielleicht beste "Smash Bros." bisher freuen

Virtuell eine Kugel abzubekommen ist ein verkraftbares Übel. Schon anders sieht es mit einem digital verpassten Satz heißer Ohren aus. In einem Prügelspiel besiegt zu werden, ist zumindest für manchereins weit persönlicher, da man einander im Schweiße seines Angesichts gegenübersteht. Wenn man dann sogar aus dem Ring geworfen wird, hört sich der Spaß auf. Wäre da nicht das schrecklich wohlige und lockende Gefühl der Schadenfreude.

Schadenfreude ist der Grund, weshalb Nintendos Beat-'em-up "Super Smash Bros." auch in seiner vierten Iteration für Wii U immer noch kindlich großartigen Spaß bereitet. Es bloß auf das denkbar einfache Spielprinzip zu reduzieren, wonach diesmal bis zu acht Spieler danach trachten, Gegner von der Kampfplattform zu bugsieren, würde allerdings der sichtbaren Hingabe der Entwickler nicht gerecht.

Schöner denn je

Die dutzenden prominenten Fighter von Mario bis Link wurden ebenso liebevoll modelliert wie die Arenen, die Schauplätze bekannter Nintendo-Abenteuer widerspiegeln. Schöner und flüssiger ließ sich bisher nicht "smashen". Hinzu kommt, dass sich die Designer der Serie nicht auf bewährten Ideen ausgeruht haben und sich selbst zu der jüngst erschienenen 3DS-Ausgabe viele frische Spielmodi einfallen ließen. Dazu gehören etwa Missionen, die man kooperativ in Angriff nehmen darf und die in Szenarien passend zu den Widersachern eingebettet sind. Die vielen weiteren Mini-Games für Partyabende werden überdies durch den Level-Editor erweitert, der funktional jedoch noch etwas eingeschränkt ist.

Gegner zum Sammeln

Neu ist die Einbindung sogenannter Amiibo-Sammelfiguren, die separat vertrieben werden. Diese werden per NFC-Scan des Gamepads in das Spiel integriert und treten dort als fortlaufend lernende Gegner an. Das Schöne daran: Seine Figuren kann man auch bei Freunden kämpfen lassen und so Belohnungen abstauben. Noch ist der Einsatzweck etwas rudimentär, später allerdings soll man seine Amiibos in weitere Werken einbinden können.

Nachfeilen muss Nintendo überdies noch beim Onlinemodus, der im Test immer wieder Aussetzer hatte. Ansonsten dürfen sich nicht nur Fans über das vielleicht beste "Smash Bros." bisher freuen. (Zsolt Wilhelm, derStandard.at, 4.12.2014)

nintendowiiuuk

"Super Smash Bros. for Wii U" ist für Wii U erschienen. Altersfreigabe: ab 12 Jahren, UVP: 54,99 Euro

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Super Smash Bros. for Wii U (Amazon)

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  • "Super Smash Bros. for Wii U" ist für Wii U erschienen. Altersfreigabe: ab 12 Jahren, UVP: 54,99 Euro.
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