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Kreislauf statt Einbahn

4. Dezember 2014, 14:48

Heizen mit Holz ist klimaneutral. Bei der Verbrennung von Holz wird nur so viel Kohlendioxid freigesetzt, wie der Baum während seines Wachstums aus der Atmosphäre aufgenommen hat.

Seit Beginn der Industrialisierung verbrennen wir immer größere Mengen an fossilen Energieträgern. Das dabei entstehende Kohlendioxid (CO2) reichert sich in der Atmosphäre an und ist der Hauptgrund für den Klimawandel und die Erderwärmung. Selbstverständlich entsteht auch bei der Verbrennung von Holz Kohlendioxid, aber eben mit diesem bedeutenden Unterschied. Das bedeutet in Summe, dass Heizen mit Holz klimaneutral ist.

Gespeicherte Sonnenenergie

Mit Holz stellt die Natur den Menschen einen perfekten Energiespeicher bereit. Die Pflanze holt sich das dafür benötigte CO2 direkt aus der Atmosphäre, verwendet den Kohlenstoff zum Wachstum und setzt Sauerstoff frei. Holz und damit Biomasse ist demnach nichts anderes als gespeicherte Sonnenenergie. Energie, die nach Belieben genutzt und eingesetzt werden kann, Energie, die nachwächst und in einem Kreislaufsystem funktioniert. In der Wachstumsphase nehmen die Bäume Kohlendioxid aus der Atmosphäre auf und geben es während der Zerfallsphase durch die Verrottung wieder ab. Über einen langen Zeitraum beziehungsweise über größere Gebiete überlagern sich die CO2-Abgabe- und -Aufnahmeeffekte, die im Urwald gespeicherte Kohlenstoffmenge bleibt in etwa konstant. In Sachen Klimaschutz kann der Wald jedoch wesentlich mehr: Der Mensch greift mit seiner Bewirtschaftung positiv in den Kohlenstoffkreislauf ein, indem er Holz aus dem Wald entnimmt und auf vielfältige Weise nutzt. Nach der Holzernte bleibt der Kohlenstoff im Holz gespeichert.

Energetische Nutzung

Holz, das für andere Verwertungen ungeeignet ist, wird als Brennholz oder Waldhackgut energetisch verwertet. Die in der Biomasse gespeicherte Sonnenenergie kann als Wärme, Treibstoff oder Strom genutzt werden. Bei der Verbrennung verbindet sich der im Holz gespeicherte Kohlenstoff mit Sauerstoff und wird wieder in die Atmosphäre abgegeben. Das ist gut für das Klima, da durch die Verbrennung von Holz fossile Energieträger ersetzt werden. Jährlich werden in Österreich mehr als 80 Mio. Tonnen CO2 oder andere Treibhausgase ausgestoßen. Durch den Einsatz von Bioenergie zur Gewinnung von Wärme, Strom und Treibstoffen wurden 2012 13 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente eingespart. Durch alle anderen erneuerbaren Energien – die Wasserkraftwerke ausgenommen – wurde die Menge von 3,6 Mio. Tonnen CO2 vermieden. Ein großer Teil des Holzes wird zu Bauwerken, Möbeln und anderen Holzprodukten verarbeitet, und der enthaltene Kohlenstoff bleibt darin gespeichert. Erreichen diese Holzprodukte ihr Lebensende, werden sie meist verbrannt und damit energetisch genutzt. Man spricht von einem geschlossenen CO2-Kreislauf.

Ersatz fossiler Rohstoffe

Die Verwendung von Holz ersetzt unter hohem Energieaufwand erzeugte Bau- und Werkstoffe, aber auch fossile Brennstoffe. Noch werden zwar für die Erzeugung von Biomasse in der Regel fossile Rohstoffe benötigt, wie beispielsweise Treibstoffe für Maschinen. Die eingesetzte fossile Energie macht jedoch einen Bruchteil der im biogenen Brennstoff gespeicherten Sonnenenergie aus. So beträgt der Aufwand an fossiler Energie für die Bereitstellung von Scheitholz etwa 1,2 Prozent der im Brennstoff enthaltenen Energie.

Substitutionseffekt gut fürs Klima

Mit einer Tonne Kohlenstoff, die aus dem Wald entnommen wird, können allein durch die energetische Verwertung 2,7 Tonnen fossile CO2-Emissionen eingespart werden. Würde man die Bewirtschaftung der Wälder einstellen, gäbe es weder Holzprodukte, die zusätzlichen Kohlenstoff speichern, noch Bioenergien, die fossile Energieträger ersetzen könnten.

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    foto: öbmv
  • Der CO2-Kreislauf: Der Wald speichert bei der Photosynthese die Sonnenenergie als Biomasse (C) und gibt Sauerstoff (O2) frei. Wärme aus Holz ist daher klimaneutral, weil das CO2 aus Holzfeuerungen im Kreislauf bleibt.
    grafik: biomasseverband

    Der CO2-Kreislauf: Der Wald speichert bei der Photosynthese die Sonnenenergie als Biomasse (C) und gibt Sauerstoff (O2) frei. Wärme aus Holz ist daher klimaneutral, weil das CO2 aus Holzfeuerungen im Kreislauf bleibt.

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