Mehr als 2.800 Bergarbeiter in Soma per SMS gekündigt

2. Dezember 2014, 15:48
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Betreiberfirma des türkischen Bergwerks ist sechs Monate nach dem Grubenunglück nicht mehr in der Lage, Gehälter zu zahlen

Mehr als ein halbes Jahr nach dem tödlichen Bergwerksunglück in der westtürkischen Stadt Soma hat die Betreiberfirma mehr als 2.800 ihrer Arbeiter gekündigt - per SMS. Die meisten der Kumpel hätten in der Unglücksmine gearbeitet, in der im Mai 301 Arbeiter starben, berichteten türkische Medien am Dienstag übereinstimmend.

600 der gekündigten Arbeiter seien in einem anderen Bergwerk derselben Firma beschäftigt gewesen, meldete die Zeitung "Cumhuriyet". Beide Minen seien seit dem Unglück im Mai außer Betrieb. Die Kumpel seien am Sonntag per SMS über ihre Kündigung informiert worden.

"Gesunde und sichere Tage"

Die Betreiberfirma erklärte laut "Cumhuriyet", sie sei sechs Monate nach dem Unglück nicht mehr in der Lage, Gehälter weiter zu bezahlen. Einer der Kumpel sagte der Zeitung "Hürriyet", in der SMS habe sein Ex-Arbeitgeber "gesunde und sichere Tage" gewünscht. An die Firma gerichtet sagte er: "Über welche Gesundheit und welche Sicherheit sprecht Ihr?" In der Region gibt es kaum Arbeit.

Das Unglück am 13. Mai im westtürkischen Soma war die schwerste Bergwerkskatastrophe in der Geschichte der Türkei. Viele der Arbeiter waren während eines Feuers erstickt. Die Unglücksursache wurde noch nicht abschließend untersucht. (APA, 2.12. 2014)

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