Iranische Luftwaffe greift angeblich IS-Stellungen im Irak an

1. Dezember 2014, 22:12
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TV-Bericht in Al-Jazeera – Operation mit USA koordiniert?

Tel Aviv – Die iranische Luftwaffe soll Stellungen der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) im Irak angegriffen haben. Das berichtete die israelische Zeitung "Haaretz" am Montag unter Berufung auf einen Fernsehbeitrag des Senders Al-Jazeera.

Die augenscheinliche Intensivierung des Engagements des iranischen Militärs an der Seite der schiitisch dominierten Regierung des Irak lasse eine Koordination mit den USA, die eine Anti-IS-Koalition anführen, vermuten, schrieb "Haaretz".

In einem von Al-Jazeera vor wenigen Tagen ausgestrahlten Bericht über eine gemeinsame Operation von kurdischen Peschmerga-Kämpfern, irakischen Einheiten und schiitischen Milizen zur Rückeroberung zweier kurdischer Städte im Nordirak nahe der iranischen Grenze ist laut dem Blatt ein F-4-Phantom-Jet zu sehen, der nicht vom Irak verwendet wird.

Modell nur in Türkei und Iran im Einsatz

Die Phantom wurde 1960 in Dienst gestellt und ab den 1990-er Jahren von USA nicht mehr verwendet. Sie werde nur noch von der Türkei und dem Iran eingesetzt. Da sich die Türkei nicht am Kampf gegen die IS beteilige sei es fast sicher, dass es sich um einen iranischen Kampfjet handle, so "Haaretz".

Am Freitag hatte die libanesische Hisbollah-Bewegung vermeldet, dass ein iranischer Militärkommandant im Irak eine Gegenoffensive gegen die IS geführt habe. Wenige Stunden nach der Eroberung der nordirakischen Großstadt Mossul durch die Jihadisten am 10. Juni sei Generalmajor Kassem Suleimani an der Spitze einer Gruppe iranischer und libanesischer Militärexperten in Bagdad gelandet, berichtete am Freitag die Hisbollah-Website "Al-Manar".

Suleimani ist der Kommandant der für Auslandseinsätze zuständigen Al-Quds-Eliteeinheit der iranischen Revolutionsgarden. (APA, 1.12.2014)

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