Nach Kritik an Obama-Töchtern: Sprecherin von US-Politiker tritt ab

1. Dezember 2014, 19:33
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Tausende Amerikaner forderten in sozialen Netzwerken Entlassung

Washington - Die Sprecherin eines US-Kongressabgeordneten tritt nach abschätzigen Kommentaren über die Töchter von Präsident Barack Obama zurück. Elizabeth Lauten habe sich am Montag entschieden, ihren Posten aufzugeben, berichteten die "Washington Post" und der TV-Sender NBC übereinstimmend.

Zuvor hatten Tausende Amerikaner in sozialen Netzwerken ihre Entlassung gefordert. Sie arbeitete bisher für den republikanischen Abgeordneten Lee Fincher aus Tennessee.

Lauten hatte einen öffentlichen Auftritt der Geschwister Sasha (13) und Malia Obama (16) an der Seite ihres Vaters mit scharfen Worten kritisiert. "Versucht, ein wenig Klasse zu zeigen", schrieb sie am Freitag in einem Beitrag auf ihrer Facebook-Seite, der mittlerweile nicht mehr öffentlich zugänglich ist. Mehrere US-Medien hatten Screenshots des Eintrags veröffentlicht. Sie verbreiteten sich online wie ein Lauffeuer. Viele Nutzer reagierten mit Empörung.

Tiraden

Elizabeth Lauten nahm den nach ihrer Ansicht genervt-gelangweilten Gesichtsausdruck der Teenager zum Anlass für ihre schriftliche Schimpftirade, als der Präsident am Tag vor Thanksgiving zwei Truthähne begnadigte - dem traditionellen Festessen an Amerikas höchstem Familienfeiertag. Die Zeremonie ist ein humorvoller Brauch, über den Obama sich selbst immer lustig macht. Sasha und Malia müssen dem beliebten Pressetermin stets beiwohnen - glücklich sahen sie dabei in den vergangenen Jahren selten aus.

"Respektiert wenigstens eure Rolle", forderte Lauten. Auch, dass die Mädchen kurze Röcke trugen, gefiel ihr nicht. "Zieht euch an, als würdet ihr Respekt verdienen, nicht einen Platz in einem Beisl." Nach immenser Empörung im Internet entschuldigte sich Lauten. "Ich habe die jungen Ladys schnell in einer Weise bewertet, in der ich als Teenager niemals selbst hätte bewertet werden wollen", schrieb sie. Sie habe eingesehen, dass ihre Worte verletzend gewesen seien. (APA, 1.12.2014)

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