Burgenland-Wahl: ÖVP fixierte Landesliste einstimmig

1. Dezember 2014, 14:03
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Wahlvorschlag mit 33 Prozent Frauen und zehn Bürgermeistern - Sechs Landtagsabgeordnete treten nicht mehr an

Eisenstadt - Die ÖVP Burgenland hat am Montag im Parteivorstand einstimmig die Landesliste für die Landtagswahl 2015 beschlossen. Am 36 Personen umfassenden Wahlvorschlag bilden mit Landeshauptmannstellvertreter Franz Steindl Landesrätin Michaela Resetar und Klubobmann Rudolf Strommer das Spitzentrio. Der Frauenanteil liegt bei 33 Prozent, aus der derzeitigen Riege treten sechs Abgeordnete nicht mehr an.

"Damit haben wir mit dem heutigen Tag die Kandidierung abgeschlossen", sagte Steindl in Eisenstadt vor Journalisten. Bereits im April hatten die Parteimitglieder den ÖVP-Chef bei einer Urabstimmung mit 87 Prozent zum Spitzenkandidaten gekürt.

Von 72 Kandidaten auf den Bezirkslisten wurden 36 für die Landesliste nominiert, unter ihnen zehn Bürgermeister, so Steindl. 60 Prozent der Kandidaten treten zum ersten Mal an. Im März nächsten Jahres soll ein Programmparteitag mit Neuwahl der Parteispitze stattfinden, kündigte der Landeshauptmannstellvertreter an.

Schulungen für Kandidaten

Der Proporz sei bei der kommenden Wahl weg, für die ÖVP sei es "eine Selbstverständlichkeit, sich den neuen Anforderungen zu stellen", sagte Steindl. Er glaube, dass die ÖVP im Burgenland "mit einem Rückenwind" auf Bundesebene "sehr gut aufgestellt" sei. Für die Kandidaten soll es in den nächsten Wochen Schulungsangebote geben, erklärte Landesgeschäftsführer Christian Sagartz: "Es wird für jeden Kandidaten und für jede Kandidatin die Möglichkeit geben, eine individuelle Wahlkampagne aufzustellen."

Im Hinblick auf die Zeit nach der Wahl zeigte sich der ÖVP-Obmann erneut in alle Richtungen gesprächsbereit: "Ich richte mich nach den gesetzlichen Möglichkeiten und habe das immer wieder gesagt, das alle Optionen offen sind. Und so gehen wir auch in diese Wahlauseinandersetzung." Der Termin für die Landtagswahl - vorgeschlagen ist der 31. Mai - soll voraussichtlich in der letzten Regierungssitzung vor Weihnachten beschlossen werden. (APA, 1.12.2014)

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